Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Rücken und Arbeit Rückengesundheit - Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz

Rückengesundheit - Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz

Evidenzen

Übungs- und Trainingsprogramme, Schulungsmaßnahmen mit ergonomischen und verhaltenstherapeutischen Inhalten und einer Anpassung der Arbeitsbedingungen/-umgebung (multidisziplinäre Programme) zeigen positive Ergebnisse, besonders bei Personen mit stärkeren körperlichen Belastungen. Nach dem Review von Bigos et al. 2009 sind derzeit Übungsprogramm am effektivsten bei der Prävention von Rückenschmerzen am Arbeitsplatz (aus Kempf H-D, Die Neue Rückenschule. Heidelberg: Springer 2010).


Quelle: Bigos et al. 2009, Bell et al 2009, Williams et al. 2006, Lühmann et al. 2006, Yassi et al. 2001



Maßnahmen zur Rückengesundheit

... (Rückenschule bzw. Rückengymnastik) gehören in Unternehmen neben der betrieblichen Sportgruppe zu den am häufigsten angebotenen Programmen. Je größer das Unternehmen, umso häufiger werden entsprechende Programme angeboten: von 12,2% bei 50 Beschäftigten bis zu 56,9% bei bis zu 1000 Beschäftigte. In der Bewertung aller Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) schneiden die Angebote zur Rückenschule mit 65,7% als das wichtigste Angebot ab (Zok 2009)

Fazit: Zur Prävention von Rückenschmerzen und zur Förderung der Rückengesundheit am Arbeitsplatz eignet sich die Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention am besten. Darüber hinaus gilt es, eine gesundheitsbewusste Unternehmenskultur aufzubauen, bzw. zu fördern.

(aus Kempf 2010).

Kempf H-D. Rückengesundheit im Betrieb. Interventionsmöglichkeiten des Rückenschullehrers. Die Säule 2011; 21(2): 26-29

Maßnahmen zur Rückengesundheit am Arbeitsplatz

Als Maßnahmen zur Verbesserung der Rückengesundheit bieten sich am Arbeitsplatz an:

1. Bewegungsbezogene Interventionen (Körperliche Bewegungs- und Trainingsmaßnahmen)

  • Rückenfitness, Gerätegestütztes Training, Zirkeltraining und Gymnastik
  • Ausdauerorientierte Programme wie Laufen und (Nordic) Walking
  • Sportangebote im Betrieb
  • Ausgleichsgymnastik und Bewegungspausen am Arbeitsplatz

2. Stressmanagement

  • Autogenes Training

  • Progressive Muskelentspannung

  • Selbstmanagementkompetenzen (systematisches Problemlösen, Zeitmanagement)

3. Informationsbasierte Programme

  • Verhaltensschulungen (Umgestaltung Arbeitsplatz)
  • „Kognitive Programme“

4. Hilfsmittel

  • Lumbale Stützgürtel, lumbale Orthesen, technische Hilfsmittel

5. Ergonomische Interventionen

  • Arbeitsplatzbegehung und Arbeitssituationsanalyse
  • Personenbezogene ergonomische Intervention („Richtiges“ Heben und Tragen, Umsetzung der Lastenhandbungsverordnung))
  • Arbeitsplatzberatungen für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze (Umsetzung der Bildschirmarbeitsverordnung)

6. Multidimensionale Programme (Neue Rückenschule)


Das Rücken - Intensiv - Programm

Das Rücken-Intensiv-Programm zielt ganz im Sinne der Gesundheitsförderung, darauf ab, den Menschen zu einem eigenverantwortlichen gesundheitsbewussten Handeln hinzuführen und ihn damit zu befähigen, sein Wohlbefinden und seine Gesundheit zu verbessern.

Tab. Ziele und Maßnahmen von RIP am Arbeitsplatz
  • Gesunde Mitarbeiter
  • durch Stärkung der individuellen Ressourcen
  • durch Veränderung des Bewegungsverhaltens
  • durch Motivation zur Nutzung von Ausgleichsstrategien im Alltag
  • durch Erhöhung der Arbeitszufriedenheit
  • Humanes Arbeiten
  • durch Optimierung der Arbeitsbedingungen
  • Sensibilisierung des Mitarbeiters und die Stärkung der Eigenverantwortung
  • durch Stärkung der Selbstwirksamkeits-überzeugung
  • durch Vermittlung von Maßnahmen zur Selbsthilfe

Das Rücken-Intensiv-Programm orientiert sich an den Erfordernissen und an den Bedürfnissen des Betriebs und seiner Beschäftigten.

Artikelaktionen
Fort- und Weiterbildungen 2012

Gruppenbild DSHS 2011

Mehr zum Programm und Anmeldung

Das Standardwerk der Neuen Rückenschule

Neue Rückenschule klein

"Die neuen Standards" (Schmerzmedizin)