Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Sie sind hier: Startseite / Hans-Dieter Kempf / HDK in Presse, in Rundfunk und im Fernsehen / Presseberichte Download / 03.2000 Doppelkinn ist in Domizil München

03.2000 Doppelkinn ist in Domizil München

Bewahren Sie Haltung: Doppelkinn ist in 

Domizil München,  Ausgabe 03 / 2000

Die einen lassen sich liften, andere produzieren ganz bewusst ein Doppelkinn - dann nämlich, wenn sie sich rückenschulbuchmäßig in Sitzpositur bringen: Das Becken leicht nach vorne gekippt Brust raus, die Halswirbelsäule lang gezogen - das Kinn weist dabei Richtung gehobenem Brustbein -, die Schultern nach hinten unten geschoben. Dieses "Sich-Aufrichten" fühlt sich fremd an, ist aber eine super Übung, um Nacken, Schultern und Wirbelsäule zu entlasten. "Die Wurzel des Übels sind falsche Gewohnheiten", sagt Sportwissenschaftler und Wirbelsäulentrainer Hans-Dieter Kempf, der 1986 die erste Rückenschule in Deutschland gründete: "Ungesunde Haltungen und Bewegungen haben sich oft über die Jahre eingeschliffen. Die meisten Menschen haben verlernt richtig zu sitzen, zustehen, zu heben und zutragen. Wer sich hier bewusst umstellt spürt bald Erleichterung. Mit gezie!ten Übungen kann man dann im zweiten Schritt auch den Stütz- und Bewegungsapparat der Muskulatur aufbauen. Das Wesen der Rückenschule ist schnell begriffen: Es geht um falsche Gewohnheiten. Wie kommt es dazu? Der technische Fortschritt erspart uns heute fast jede Anstrengung. Wir sitzen im Auto, lümmeln vor dem Fernseher, haben einen falschen Sitzwinkel vor dem Computer, lassen uns von Fahrstuhl und Rolltreppe tragen. Doch selbst wer körperlich arbeitet, leidet oft unter einseitigen Belastungen. Die Natur hat den Menschen ganz anders geplant: fürs Jagen, Anschleichen und Klettern, fürs Barfußlaufen und Hocken auf dem Boden. Die Neandertaler hatten sicher keine Rückenprobleme! Auch wenn wir heute völlig anders leben: Der Körper ist noch "der alte". Erbraucht vielseitige Bewegung. Wenn dieses komplizierte Wunderwerk aus Hunderten von Knochen, Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken mit Rückenschmerz um Hilfe ruft, müssen wir auf ihn hören. Doch viele Menschen tun dann genau das Verkehrte: Wer sich schlapp fühlt, läßt sich erst recht "hängen". So werden aus einem krummen Rücken und runden Schultern bald schmerzhafte Haltungsfehler. Schon zahlreiche Schulkinder klagen im Computerzeitalter unter Verspannungen. Bereits bei den 20- bis 30-jährigen treten verstärkt Kreuzschmerzen auf und Menschen ab Vierzig akzeptieren sie fast schon als "normal". Ihnen allen bietet die Rückenschule Hilfe zur Selbsthilfe. Wissen und Training erhöhen das Körperbewusstsein, zeigen Risiken auf und führen zu rückenfreundlichem Verhalten. Achten Sie generell auf aufrechte Haltung, vermeiden Sie ein Hohlkreuz und hängende Schultern. Versuchen Sie,"dynamisch" zu sitzen, das heißt wechseln Sie öfter die Position, stehen Sie zwischen durch auf. Achten Sie einmal darauf, wie "lebhaft" (und mit geradem Rücken!) kleine Kinder sitzen: So ist es richtig! Beim Bücken sollten Sie Ihrer Wirbelsäule zuliebe die Kraft der Beine nutzen: Gehen Sie in die Hocke, um etwas aufzuheben, halten Sie den Rücken gerade. In der Gruppe fällt's leicht. Tipps und Regeln können Sie aus den leicht verständlichen Büchern erfahren. Aber mehr Spaß machts natürlich in der Gruppe! Viele Volkshochschulen, Sportvereine und Fitness-Studios bieten gezieltes Rückentraining an. Frauen und Männer in jedem Alter sind willkommen. Bei einer guten Rückenschule wird der ganze Körper ins Bewegungsprogramm einbezogen, die Übungen sind locker, und weil jeder zunächst mal wegen der verkürzten  Sehnen und Bänder ächzt und stöhnt, ist meist auch die Atmosphäre gut. Und neue Freunde kennen zu lernen, ist allemal schöner als eine (vermeidbare) Spritzenkur beim Orthopäden! Wichtig ist in jedem Fall: Das Gelernte mit in den Alltag zu nehmen. Neue Gewohnheiten aufbauen, sich selbst beobachten, bei allem, was Sie tun. Das ist anfangs nicht ganz leicht, aber bald gehen die besseren Verhaltensmuster in Fleisch und Blut über. Langfristig hilft auch auf jeden Fall sportliche Aktivität. Nichts stabilisiert die Wirbelsäule so gut wie eine trainierte Muskulatur. Sehr rückenfreundlich sind Schwimmen, Reiten, Wandern oder leichtes Jogging. So stärken Sie den Rücken- fördern aber auch Durchblutung, Stoffwechsel, Kreislauf und Konzentrationsfähigkeit. Freuen Sie sich auf ein ganz neues Körpergefühl. Und die Kreuzschmerzen? Die können Ihnen bald "den Buckel runterrutschen.

Artikelaktionen

Fort- und Weiterbildungen 2016

Gruppenbild DSHS 2011

Mehr zum Programm und Anmeldung

Neu! Das Standardwerk der Neuen Rückenschule

Buch Neue Rückenschule 2 Cover

"Die neuen Standards" (Schmerzmedizin)

Jetzt in 2.Auflage! Dez 2014 430 Seiten
Neu im Dezember 2015! Funktionelles Training - Zusätzliche Übungen

 

Funktionlles Zusatzübungen

erschienen Dezember 2015
Neu! Februar 2015

Die Kleine Rückenschule