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07.09.2000 Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen BNN

Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen

 

Durch gezieltes Training wird die tiefe Rückenmuskulatur gestärkt / Faktor Bewegungsmangel

 

Badische Neuesten Nachrichten 07.09.2000

ruh. Fast 4 000 Läufer werden zum Baden-Marathon am Sonntag, 17. September, erwartet. Marathonläufe gehören zu den größten Ereignissen des Breitensports, Überhaupt liegt Fitness im Trend. Doch vielen sitzenden und gestressten, oft noch übergewichtigen Wohlstandsbürgern fehlt die Bewegung. Der Karlsruher Sportwissenschaftler Hans-Dieter Kempf gibt deshalb in den BNN jeden Donnerstag bis zum Marathon Tipps zum Thema "Gesunde Bewegung" geben. Sie können sowohl Laufsportlern als auch Sportmuffeln gesundheitlich nutzen und ihre Fitness verbessern. 

Durch die Informationen der letzten Ausgaben haben Sie einen Einblick in gesundheits- und fitnessorientiertes Training erhalten. Dabei haben Sie die Bedeutung von regelmäßigem, vielseitigem, den individuellen Voraussetzungen angepasstem Training kennen gelernt. Für viele Menschen sind Gesundheitsmotive ausschlaggebend für das Beginnen eines Trainings, auch wenn zum langfristigen Dabeibleiben Freude, Spaß, Geselligkeit und Wohlbefinden an deren Stelle tritt. In der heutigen Ausgabe soll deshalb das Training bei  Rückenschmerzen, der „Volkskrankheit Nummer eins" Thema sein. Von Rückenschmerzen, scheinen Erwachsene jeden Alters, jeden Geschlechts und jeder sozialen Schicht betroffen. Die erste Periode der Rückenschmerzen kommt häufig schon zwischen dem 20-30. Lebensjahr. Die Erkrankungen der Wirbelsäule sind ebenso komplex wie ihr Aufbau und ihre Funktion und häufig lassen sich weder die Ursachen noch die erkrankten Teile mit Sicherheit erfassen.

Eine ganz besonders wichtige Rolle bei deren Entstehung von Beschwerden scheint dabei der Faktor Bewegungsmangel zu spielen. In den 50er Jahren wies der Kennedy-Arzt Prof. Kraus aufgrund umfangreicher klinischer Untersuchungen sehr deutlich auf den Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und mangelndem Körpertraining hin. Bei mehr als 80 Prozent aller Patienten mit Rückenschmerzen wurden Muskeldefizite festgestellt, während bei weniger als 20 Prozent pathologische Störungen vorlagen. Die Patienten verfügten nicht über die nötige Muskelkraft verfügten, um ihr Körpergewicht zu meistern, und/oder ihnen fehlte die ihrer Körperlänge angemessene muskuläre Elastizität.

Die positiven Effekte eines intensiven Rückentrainings auf Rückenschmerz und Muskelkraft konnten in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Allerdings erreichten nur diejenigen Patienten eine dauerhafte Verbesserung ihres Beschwerdezustandes, die ihr Training kontinuierlich fortsetzten. 

Ziel eines Rückentrainings ist nicht nur das Training einzelner Muskeln, hier vor allem der "tiefen" Rückenmuskulatur, sondern mehr noch die Sicherung eines muskulären Gleichgewichts innerhalb aller Funktionskreise des Körpers. Das Rückentraining beschränkt sich also nicht allein nur auf das Training der Rückenmuskulatur (und Bauchmuskulatur), sondern umfasst letztlich das Training der Muskulatur des gesamten Körpers. Im Rückentraining empfehlen wir Ihnen eine Kombination von statischem und dynamischem Krafttraining. Damit gewährleisten Sie die Entwicklung und Erhaltung einer optimalen muskulären Sicherung der Wirbelsäule unter den statischen und dynamischen Belastungen des Berufs, Alltags und Sports. Bei Rückenschmerzen, sonstigen Erkrankungen oder gerade abgeschlossener Therapie sollten Sie die Übungen und die Belastungsnormative (Dauer, Intensität, etc.) Ihres Trainingsprogramms unbedingt mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten abklären.

Die Übung der Woche: Heben Sie in Bauchlage den Kopf und den Oberkörper leicht an. Übergeben Sie eine Hantel im Wechsel vor Ihrem Kopf und hinter Ihrem Rücken. Schieben Sie wechselweise einen Arm am Körper entlang nach vorne, den anderen Arm nach hinten.

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