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08.09.1992 Der Ball löst restlos alle Probleme BNN

Der Ball löst restlos alle Sitzprobleme

 

Lehrer informierten sich bei Sportlern der Uni / Fachleute sind sich einig

 

Badische Neuesten Nachrichten 08.09.1992, von Michael Nückel

 

Was Harns Steiner von Sitzbällen hält? Der Sportprofessor war um eine Antwort nicht verlegen: "Ein Sitzball ersetzt jedes ergonomisch ausgestyltes Sitzmöbel. "Na bitte, dann war ja das Ei des Kolumbus gefunden - "rückenfreundliches Sitzen in der Schule", und dazu noch billiger als jedes andere "ergonomische Sitzmöbel". Doch das Auditorium im vollbesetzten Hörsaal des Sportinstituts, das sich seit fast einer Stunde mehr schlecht als recht auf den keineswegs ergonomischen Klappsitzen quälte, vernahm die Botschaft mit gemischten Gefühlen. Sitzbälle im Klassenzimmer?' Ein allgemeines Gebrummel brach los - verständlicherweise. Denn die Zuhörer von Professor Hans Steiner waren gestern keine Studierenden, sondern allesamt Lehrerinnen und Lehrer. Sie hatten sich zur Fortbildung dm Sportinstitut getroffen, einer Veranstaltung des Oberschulamtes zusammen mit dem Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) "Ich kenne Ihre Bedenken", wandte Hans Steiner auf die Reaktion im Saal ein. "Sie befürchten, daß den Bällen dann mit Messern oder Zirkelspitzen .zu Leibe gerückt wird." Ganz zu schweigen von der "wippenden" Unruhe und den "Ballschlachten". Überhaupt, wo sollen denn die Bälle untergebracht werden? Fragen über Fragen, die bislang 'noch nicht durch die "Schulpraxis"' beantwortet werden können. Immerhin; in der Schweiz läuft der Versuch auf vollen Touren. Dort wurden inzwischen 150 000 Sitzbälle für die Schulen angeschafft. Und Hans Steiner ist schon jetzt überzeugt: "Wenn erst mal die Gewöhnungsphase vorbei und der Ball als selbstverständliches Sitzmöbel akzeptiert ist", dann sind auch Ihre Befürchtungen gegenstandslos."

Fest steht für die Wissenschaftler auf jeden Fall: Die Rückenschmerzen der heutigen "Fahr- und Sitzgesellschaft", sie lassen sich am wirkungsvollsten und .am billigsten auf dem Ball verhindern. Nicht nur in der Schule, auch im Büro öder zu Hause - es kommt nur darauf an, die Erkenntnis in die Praxis umzusetzen. Auf dem Weg zum rückenfreundlichen Sitzen gibt es freilich auch ,Zwischenschritte: Der Sitzkeil beispielsweise, der auf jedem Stuhl Platz findet und die Sitzfläche abschrägt. Weil bis heute nicht geklärt ist, ob und wie so etwas von den Schulen organisiert werden soll, empfiehlt Hans Steiner Lehrern und Eltern: "Schaffen sie sich und ihren Kindern selbst einen Sitzkeil an." Und weil schon von der schrägen Sitzfläche die Rede war: "Was halten Sie eigentlich von den ,Kniestühlen'?", wollte eine Lehrerin wissen. Auch dazu konnte der Sportwissenschaftler nur raten. Allerdings empfahl er, auf diesem Stuhl öfter mal die Beine auszustrecken oder neu zu "positionieren". Denn der ständige Kniedruck, das ist der einzige Nachteil bei diesem Sitzmöbel. Doch damit genug zum "Inventar". Die Fortbildung wollte den Lehrerinnen und Lehrern auch praktische Ausgleichsübungen im Sitzen vorführen. Die Studentin Heike Burkard zeigte den Teilnehmern, wie das geht, auch auf den rückenfeindlichen Sitzen des Sporthörsaals. Über das ganzheitliche Programm für einen gesunden Rücken informierte dann Dr. Hans-Dieter Kempf die über 60 Pädagogen. Über 160 hatten sich auf das Angebot hin beworben. Ein Zeichen dafür, so Hans Steiner, daß ein Bewußtseinswandel hin zu mehr Lebensqualität durch Bewegung und ein neues Körpergefühl stattgefunden habe. Auch darüber, über die Theorie des ganzheitlichen Ansatzes von Psychologie, Biologie und Medizin sprach Hans Steiner ausführlich bis die Frage nach den Sitzbällen kam. (Informationen über: Institut für Sportwissenschaft, Tel. 6 08 26 12)

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