Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Sie sind hier: Startseite / Hans-Dieter Kempf / HDK in Presse, in Rundfunk und im Fernsehen / Presseberichte Download / 10.03.1989 Ein Aktivprogramm für den Rücken Kurier

10.03.1989 Ein Aktivprogramm für den Rücken Kurier

Ein Aktivprogramm für den Rücken

 

Kurier 10.03.1989

 

Hans-Dieter Kempf, Mitglied des "Bundesweiten Rückenforums und Mitinitiator der "Karlsruher Rückenschule" und Prof. Dr. Hans Steiner, Institut für Sport und Sportwissenschaft, heute zum Thema:

Wissen Sie, wie man sich rückengerecht die Zähne putzt oder geht es Ihnen vielleicht auch so,  dass Sie sich nach Beendigung der Morgentoilette kaum vom Waschbecken erheben können? Nur zwei Situationen des Alltags, in denen Sie durch ein rückengerechtes Verhalten, die Belastungen auf Wirbelsäule und Bandscheibe wesentlich reduzieren könnten. Welche Möglichkeiten bieten sich Ihnen konkret im Alltag, etwas für Ihren Rücken zu tun? Diesem Thema widmet sich seit 1986 die Wissenschaftliche  Arbeitsgruppe Gesundheit und Sport; kurz WAGUS, zusammen mit dem Karlsruher Rückenforum, um in einem ganzheitlich angelegten Rückenschulkonzept verschiedene Präventivmaßnahmen zu vereinen und eine effiziente Möglichkeit, einer aktiven Vorsorge in Sachen Rücken zu entwickeln" Daraus drei Tips für Ihren Alltag:

Anwendung eines rückengerechten Alltagsverhaltens: Achten Sie bewußt auf eine aufrechte Körperhaltung. Das erreichen Sie meist dann, wenn Sie ihren Rücken möglichst gerade halten. Vor allem ,das Heben und Bücken will gelernt sein. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Gewichthebern; die in die Knie gehen und den Gegenstand mit geradem Rücken anheben. Hinweise über ein gesundes Alltagsverhalten bietet Ihnen das Poster der AOK "Stark im Kreuz".

Der Körper lebt von Bewegung. Als sportlicher Ausgleich in der Freizeit sind vor allem Sportarten zu empfehlen, bei denen keine starken Stöße  und Erschütterungen auf den Rumpf einwirken. Geeignet sind Radfahren, Skilanglauf,  Wirbelsäulen- und Wassergymnastik und vor allem Schwimmen, besonders Rückenscbwimmen. Durch die  besonderen Eigenschaften des Wassers werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet, die Muskulatur entkrampft. Spezielle Kurse bieten neben, der AOK auch viele Vereine.

Das 5-Minuten-Programm für Ihren Rücken.

Die nachfolgenden Übungen gen können Sie jederzeit im Büro oder zu Hause anwenden. Fünf Minuten genügen für Stunden voll frischer Energie. Laden Sie doch Ihren Nachbarn oder Partner dazu ein, zu zweien macht's noch mehr Spaß und es läßt sich leichter üben. Doch bevor es losgeht, sollten 'Sie noch zwei Dinge beachten: Üben Sie nie gegen den Schmerz, vorher lieber aufhören! Achten Sie auf ein gleichmäßiges Atmen! Sollten Sie längere Zeit gesessen haben, stehen Sie ruhig auf, räkeln und strecken sich.

Übung 1: "Das Becken macht's". Auf den vorderen Teil des Stuhles setzen. Die Beine sind schulterbreit geöffnet, die Füße sind leicht nach außen gedreht; Jetzt das Becken nach vorne Richtung (,Hohlkreuz) und nach hinten ("krumme Haltung) kippen. Spüren Sie die Unterschiede? Wir kippen das Becken nach vorne ohne ins Hohlkreuz zu gehen. Wir erreichen dadurch 1eine aufrechte Sitzhaltung; Wiederholen Sie die Übung mehrmals. '

Übung 2: "Sind wir in der Schulter noch beweglich?" Wir setzen uns in eine aufrechte Haltung, wie wir es in Übung 1 gelernt haben, legen die Daumen in die Achseln und kreisen Sie mit angewinkelten Armen mehrmals vorwärts und rückwärts. Dazwischen immer die  Arme ausschütteln. .

Übung 3: "Wir dehnen unsere Hals- und Nackenmuskeln". In einer aufrechten Sitzhaltung die Hände hinter dem Kopf verschränken und langsam den Kopf gegen die Hände drücken. Nach zwei Sekunden wieder lösen. Die Spannung nur so stark aufbauen wie Sie es noch als angenehm empfinden. Jetzt den Kopf nach' vorne und unten ziehen und ca. acht. Sekunden die Spannung halten. Nicht in der  Wirbelsäule rund werden und auf gleichmäßige Atmung achten. Sollte Ihnen schwindlig werden, brechen Sie die Übung ab.

Übung 4: "Die Entspannungswelle": Wir sitzen aufrecht und lassen uns jetzt in den Stuhl sinken. Wir richten uns wieder auf, atmen dabei  tief, aber gleichmäßig ein und werden groß. Wie eine Gummipuppe, der man den Stöpsel zieht, sinken wir jetzt zusammen, atmen aus und versuchen uns in der Ruhelage zu  entspannen. Nach zwei  bis dreimaligem Wiederholen führen wir die Übung mit geschlossenen Augen durch.

Das war's,  am besten, Sie probieren es gleich mal aus!

Artikelaktionen

Fort- und Weiterbildungen 2016

Gruppenbild DSHS 2011

Mehr zum Programm und Anmeldung

Neu! Das Standardwerk der Neuen Rückenschule

Buch Neue Rückenschule 2 Cover

"Die neuen Standards" (Schmerzmedizin)

Jetzt in 2.Auflage! Dez 2014 430 Seiten
Neu im Dezember 2015! Funktionelles Training - Zusätzliche Übungen

 

Funktionlles Zusatzübungen

erschienen Dezember 2015
Neu! Februar 2015

Die Kleine Rückenschule