Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Sie sind hier: Startseite / Hans-Dieter Kempf / HDK in Presse, in Rundfunk und im Fernsehen / Presseberichte Download / 10.10.1992 Viel mehr Bewegung in den Schulen BNN

10.10.1992 Viel mehr Bewegung in den Schulen BNN

Viel mehr Bewegung in den Schulen

 

Rückenschule für Kinder als aktive Gesundheitsförderung

 

Badische Neuesten Nachrichten 10.10.1992, von unserem Redaktionsmitglied Cornelia Tomaschko

 

Harte. Holzbänke, weiche Sitzbälle, einfache Stühle, Sportgeräte - die Auswahl an Sitzmöglichkeiten in der Halle des Sportinstituts war gestern morgen groß, "Setzen Sie sich, wohin Sie .wollen. Bewegen Sie sich, wann Sie wollen", lautete die Aufforderung an das Publikum, das gespannt auf die Präsentation des schweizerischen Projekts "Sitzen als Belastung" wartete. Mit dieser Aufforderung lernten die Zuhörerinnen und Zuhörer gleich einen Kerngedanken der Kampagne "Bewegte Schule" .kennen, die zur Zeit die Eidgenossen bewegt: Bewegung als lebensnotwendiges Prinzip gehört auch in den Schulunterricht. Der schweizerische Verband für Sport in der Schule stellte seinen Ansatz gestern beim dritten Karlsruher Symposium zur aktiven Gesundheitsförderung vor. "Rückenschule in der Schule" lautet dieses Jahr der Titel des Symposiums, das heute Mittag zu Ende geht. Veranstalter ist das Institut für Sport und Sportwissenschaften der Fridericiana. Dessen Leiter, Professor Dr. Hans Steiner, betont die Aktualität des Themas, da immer mehr Kinder wegen Rückenschmerzen in der Schule ausfielen. Mit dem Symposium sollten sogenannte Multiplikatoren angesprochen werden Das sind zum einen Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Fachleute, die Fortbildungen in rückengerechtem Verhalten für die Lehrenden anbieten. Von den 120 Personen, die an dem Symposium teilnahmen, kamen 40 von Krankenkassen, die den vorbeugenden Charakter einer "Bewegten Schule" erkannt haben. Eine Erkentnis, die auch Rudolf Köbele, Staatssekretär im Ministerium für Kultus und Sport, bei der Eröffnung des Symposiums unterstrich. Für berufliche Schulen liegt bereit eine 50 Seiten starke Unterrichtshilfe mit dem Titel "Vermeidung von Haltungsschäden" vor. Laut Hans Steiner muß es solche Hilfen aber auch für andere Schultypen geben. Die beiden wesentlichen Grundsätze dabei seien, daß der Unterricht mobiler wird und die Schulmöbel verbessert werden. "Das heißt. nicht, daß in allen Schulen Sitzbälle angeschafft werden sollen. Ich denke, daß diese noch in der Experimentierphase sind. In einem mobilen Unterricht sind Sitzalternativen geradezu selbstverständlich", sagte Steiner.

Mit dem Wunsch nach Sitzalternativen wird auch das Karlsruher Schulverwaltungsamt immer wieder konfrontiert. Jüngst stellte die SPD einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat. Eine Gelegenheit, ,solche Alternativen zu testen, könnte die Einrichtung der neuen Räume der Hebelgrundschule sein. Dort ist das Bewußtsein für diese Art der Gesundheitsvorsorge bereits gut entwickelt, .zumindest von seiten der Eltern und einem Teil des Kollegiums. Die Fördergemeinschaft der Schule hat für Lehrerschaft und Eltern einen Rückenschulkurs organisiert, damit die Erwachsenen lernen, worauf sie auf bei der Schul- und Freizeithaltung ihrer Kinder achten sollen. Den Kurs leitet Hans-Dieter Kempf, der in Karlsruhe mit einem Rückenschulkurs für Kinder bereits Pionierarbeit geleistet hat. Kempf bietet diesen Kurs für Kinder weiterhin an. Dort lernen die Mädchen und Jungen das, woran sie Eltern und Lehrer dann immer wieder erinnern. Dies ist ein Beispiel für die These von Professor Steiner, daß das Thema Rücken viele Gruppen vernetze. Das Bewußtsein für die Notwendigkeit von Bewegung und rückengerechtem Verhalten sei heute wesentlich größer als noch vor zwei oder drei Jahren. Vielleicht ein Grund dafür, daß die nächste Veranstaltung des Sportinstituts den Bogen über den Rücken hinausspannen will urd aktive Gesundheitsvorsorge allgemein ins Zentrum des Interesses stellt. Eventuell fällt nach Auskunft Steiners das Symposium im Herbst 1993 aus, da für das Frühjahr 1994 ein großer Kongreß in Karlsruhe zur Gesundheitsförderung geplant ist. Auch dies wird ein Thema sein, bei dem die Theorie bereits jetzt von vielen praktischen Ansätzen begleitet wird. So beginnt an der Universität in zwei Wochen ein Gesundheitsförderungsprogramm für die rund 4 000 Mitarbeiter. Drei Bestandteile hat das Programm: Fit in den Morgen (täglich um 7.30 Uhr), eine Rückenschule und ein Herz-Kreislauf-Training.

Artikelaktionen

Fort- und Weiterbildungen 2016

Gruppenbild DSHS 2011

Mehr zum Programm und Anmeldung

Neu! Das Standardwerk der Neuen Rückenschule

Buch Neue Rückenschule 2 Cover

"Die neuen Standards" (Schmerzmedizin)

Jetzt in 2.Auflage! Dez 2014 430 Seiten
Neu im Dezember 2015! Funktionelles Training - Zusätzliche Übungen

 

Funktionlles Zusatzübungen

erschienen Dezember 2015
Neu! Februar 2015

Die Kleine Rückenschule