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06.12.2005 Rücken stärken mit Spaß Arbeit und Gesundheit online

 Rückenschule

Rücken stärken mit Spaß

Lange war von der „Volkskrankheit Rückenschmerzen“ die Rede, von der „schwachen Wirbelsäule“, die kaum verkraften könne, was wir ihr Tag für Tag zumuten. Dabei stehen die Chancen auf einen schmerzfreien Rücken gar nicht so schlecht.

Arbeit und Gesundheit online, erschienen Dezember 2005, Regina Sailer,  Aktuelles Dezemberheft der BG Gewerbliche Berufsgenossenschaften, http://www.arbeit-und-gesundheit.de/webcom/show_article.php/_c-146/_nr-4/_p-1/i.html

Flughafen Frankfurt: 13.000 Menschen warten, putzen, betanken und beladen die vielen Maschinen, die hier rund um die Uhr starten. Eine ganz schön anstrengende Arbeit! Die nötige Kraft dafür können sich die Mitarbeiter der Fraport AG, dem Hausherrn des Frankfurter Flughafens, auf Wunsch im firmeneigenen Rückenzentrum antrainieren.
Weil die Wege weit sind auf dem Gelände, hat Fraport gleich mehrere Trainingsräume eingerichtet – einen gleich neben dem Rollfeld, einen größeren, in dem Sportlehrer im Schnitt rund 150 Mitarbeiter betreuen, im Flughafengebäude. Hier wie dort werden an Trainingsgeräten Muskeln aufgebaut und das richtige Heben und Tragen schwerer Lasten eingeübt. Der Erfolg dieser Maßnahmen kann sich sehen lassen: Laut Arbeitsdirektor und Personalvorstand Herbert Mai verringerten sich damit die Krankenstände innerhalb eines Jahres von acht auf 5,7 Prozent. Den Mitarbeitern ersparte das jede Menge Schmerzen, dem Konzern zwölf Millionen Euro!

Bitte nicht im Schongang

Eine tolle Sache, dieses Rückenschulangebot vom Arbeitgeber – aber eher die Ausnahme. Die meisten Arbeitnehmer müssen in Eigenregie für Ausgleich zu Rücken belastenden Tätigkeiten suchen. Und das ist gar nicht so einfach: Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung fanden Wissenschaftler der Universität Erlangen heraus, dass viele Rückenschulkonzepte zur Vorbeugung von Rückenschmerzen nur begrenzt geeignet sind. „In den Standard-Rückenschulen wird viel zu viel mit Verboten und dem Schwerpunkt ´Rückenschonung´ gearbeitet“, erklärt Eckhard Volbracht, Projektmanager der Bertelsmann Stiftung, und das bringe eben nicht wirklich viel. Notwenig sei vielmehr Bewegung, bei der sich die Teilnehmer zwar nicht überforderten, aber auch nicht zu viel schonen! Auch ein positiveres Bild des Rückens sei wichtig. „Den Patienten wird viel zu oft der Eindruck vermittelt, ihr Rücken sei eine störungsanfällige, kaum belastbare ´Schwachstelle´, die man hätscheln und schonen müsse“, so Volbracht. „Wichtig ist, die Trainingsbelastung individuell anzupassen. Ein guter Trainer fragt deshalb zuerst, ob man im Beruf schwere Lasten bewegt oder am Schreibtisch sitzt.“ Genauso grundlegend für ein effektives Training ist, wie der Patient selbst seinen Gesundheitszustand einschätzt und wie zufrieden er mit seiner Arbeit ist. „Gerade die Rückenerkrankungen haben viel mit psychosozialen Aspekten zu tun“, erklärt Volbracht. Die Psyche kann demnach ebenso für einen schmerzenden Rücken sorgen wie eine überlastete Bandscheibe.

Auf dem Weg zur „neuen“ Rückenschule

Diese Erkenntnisse kommen allmählich bei den rund 200.000 Rückenschullehrern an, die es in Deutschland gibt. Das bestätigt Hans-Dieter Kempf. Er ist Vorstandsmitglied des bundesweiten Forums „Gesunder Rücken“, einer der größten deutschen Ausbildungsstätten für Rückenschultrainer und vielfacher Buchautor. „Die Rückenschulverbände basteln derzeit an neuen gemeinsamen Richtlinien“, so Kempf. Die aktive Bewegung solle noch wichtiger werden, ebenso die positive Einstellung des Patienten im Sinne: „Mein Rücken ist stark!“. Und vor allem müsse der „Erziehungsstil“ in den Rückenschulen lockerer werden. Weg vom erhobenen Zeigefinger, hin zur Vermittlung von Freude im Umgang mit dem Körper und Spaß an der Bewegung. Zwar gibt es bereits heute etliche Rückenschulen, die von Sportwissenschaftlern geführt werden und diese Aspekte berücksichtigen. Bis die „neue“ Rückenschule jedoch Standard sein wird, dauert es wohl noch. Wer schon jetzt ein optimales Training will, muss sich gut beraten lassen. Etwa von den Arbeitsmedizinern der Berufsgenossenschaften. Sie haben schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass „Brust raus und gerade sitzen“ nicht der Weisheit letzter Schluss ist!

Rückenschule – was Experten empfehlen

Hans-Dieter Kempf, Vorstandsmitglied des „Forums Gesunder Rücken“:
„Hinter einer guten Rückenschule steht immer ein qualifizierter Therapeut. Sehen Sie sich an, ob eine Ausbildung, zum Beispiel zum Physiotherapeuten, Sportlehrer oder eine Rückenschul-Zusatzqualifikation, vorhanden ist. Ein gutes Training hält sich nicht starr an ein Konzept, sondern passt sich an Ihre Voraussetzungen und Bedürfnisse an. Wenn im Betrieb viel getragen werden muss, dann gehören ein Hebe- und Tragetraining und ein ganzheitliches Körpertraining einfach dazu. Und das Stabilisationsprogramm muss nicht unbedingt ein Krafttraining an Maschinen sein. Es soll vor allem Spaß machen!“

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