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15.03.2006 Unterricht kommt in Bewegung BNN Rastatt, Karlsruhe

Unterricht kommt in Bewegung

Lehrerfortbildung: Prävention von Übergewicht bei Kinder und Jugendlichen

Aus den Badischen Neuesten Nachrichten vom Mittwoch 15. März 2006  

BNN - Rastatt (hsc). Da kamen die Lehrer ganz schön ins Schwitzen: Mal mit dem elastischen roten Thera-Band, mal mit "Haltungssalsa"­ Becken vor und zurück, dann rechts und links" _ sorgte der Sportwissenschaftler Hans­Dieter Kempf aus Karlsruhe dafür, dass die Grund- und Hauptschullehrer aus dem Landkreis Rastatt richtig aus der Puste kamen. "Gesunde Kinder durch Bewegung - Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen" war das Thema der Lehrerfortbildung in der Gustav-Heinemann-Schule, die das Schulaufsichtsamt für den Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe organisiert hatte. Neben Bewegungsbeispielen wurden die Lehrer auch über "bewusste Kinderernährung" und Prävention von Übergewicht informiert. Dass einfache Bewegungsübungen während des Unterrichts nicht nur aus gesundheitlichen Aspekten wünschenswert sind, versuchte Sportwissenschaftler Kempf den Lehrern zu ermitteln: "Bewegung verbessert die Aufmerksamkeit und Konzentration", verweist er auf die Erhöhung der Gehirndurchblutung. Dabei gelte, je jünger die Schüler seien, desto weniger könnten sie sich konzentrieren und desto häufiger seien Bewegungsübungen angesagt. Befürchtungen der Lehrer, die Schüler seien anschließend nicht mehr zu beruhigen, versuchte er mit Tipps für Wahrnehmungs­ und Entspannungsübungen zu zerstreuen. "Man muss die Übungen regelmäßig machen, dann werden sie selbstverständlicher Teil des Unterrichts", so Kempf. Ohne weiteres könnte man während des Unterrichts Bewegung auch mit dem Lernen verbinden, indem man sich gegenseitig Zahlen auf den Rücken schreibt oder ein "Laufdiktat" schreibt (hinlaufen, Satz merken und 'wieder zurücklaufen). Ältere Schüler könnten Bewegung mit einzelnen Fächern wie Biologie (Wie ist ein Gehirn aufgebaut), Chemie (Hormone) oder Physik (elektrische Leitfähigkeit) verbinden. Im Unterricht soll eine Atmosphäre der Akzeptanz hergestellt und keine Stigmatisierung einzelner übergewichtiger Kinder erfolgen, versuchte den Lehrern anschließend Dr. Thomas Böhler,  Kinderarzt des medizinischen Diensts der Krankenkassen, zu vermitteln. Bewegung im Unterricht sei deshalb nicht nur für die übergewichtigen Schüler wichtig: Nach seinen Informationen sind in Deutschland bis zu zehn Prozent der Schüler fettleibig - in den Großstädten mehr als auf dem Land, verstärkt in niedrigen sozialen Schichten und Migrantenfamilien. Das Thema Bewegung und Ernährung müsse deshalb auch Thema bei Elternabenden sein, um die Eigenverantwortung der Eltern zu stärken. Der Verzicht auf gesüßte Getränke ("Wasser statt Cola") bringe schon viel. Im Alltag muss laut Böhler außerdem mehr Bewegung integriert werden - "öfter mal den Fahrstuhl stehen lassen". Wie die Kompetenz von Schülern im Umgang mit Lebensmitteln, Esssituationen und Esskultur verbessert werden kann, zeigten in der Mittagspause Cornelia Morgenthaler­Berndt und Marlott Wowerath von der Landesinitiative "Bewusste Kinderernährung". Neben gemischten Obststäbchen als Beispiele aus der Praxis erhielten die Lehrer Tipps und Hintergrundwissen für den Unterricht, die in dem Ordner "Esspedition Schule" zusammengefasst sind. Mit Hilfe von Arbeitsmaterialien werden die Themenbereiche Essen und Trinken, Esskultur, Lebensmittel, Zubereitung und Rezepte abgedeckt. Hintergrund ist die zu fett- und eiweißreiche Ernährung und mangelnde Bewegung der Kin­der sowie der Rückgang der gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie.

BNN 15-03-2006

Mit PRAKTISCHEN ÜBUNGEN machte Sportwissenschaftler Hans-Dieter Kempf (links) den Lehrern im Rahmen einer Fortbildung vor, wie Bewegungsübungen in den Unterricht integriert und damit die Gesundheit gestärkt und die Konzentrationsfähigkeit verbessert werden kann.

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