Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Sie sind hier: Startseite / Hans-Dieter Kempf / HDK in Presse, in Rundfunk und im Fernsehen / Presseberichte Download / 18.11.1998 Neue Strategien, die den Rücken stärken Zeitschrift Für Sie

18.11.1998 Neue Strategien, die den Rücken stärken Zeitschrift Für Sie

Neue Strategien, die den Rücken stärken 

Für Sie,  Ausgabe 19.11.1998, von Constanze Kleis

Vor fünf Jahren ging es los. Erst dachte ich noch, ich hätte mich verhoben und mit einem heißen Bad oder Bestrahlung sei die Sache erledigt", berichtet Margot, eine 37jährige Bankkauffrau aus Frankfurt und Mutter zweier Kinder. Doch Fehlanzeige: Der Schmerz im Kreuz blieb. "Ich lief von einem Arzt zum anderen, jeder hatte eine andere Diagnose. Richtig geholfen hat mir keiner." Vier von fünf Frauen in Deutschland klagen über Schmerzen im Kreuz. Nach Erkältungskrankheiten sind Probleme mit dem Rücken der zweithäufigste Grund, zum Arzt zu gehen. In 60 bis 80 Prozent der Fälle bleibt jedoch die eigentliche Ursache des Schmerzes unklar. Das soll sich jetzt ändern: "Es wurden Therapien entwickelt, die völlig neu sind und wirkliche Heilungs-Chancen bieten", sagt der Hamburger Sportarzt und Internist Dr. Andreas Witthöft. Inzwischen sind Experten sich einig darüber, daß das Krankheitsbild "Rückenschmerzen" weitaus vielschiItiger ist, als bisher vermutet wurde. Und sie wissen, daß dem Problem allein mit Röntgenbildern, mit muskelentspannenden Spritzen oder Massage-Verschreibungen nicht beizukommen ist. Statt an den Symptomen herumzudoktern, konzentrieren sich Mediziner inzwischen viel stärker auf die Ursachenforschung. So unterzieht auch Dr. Andreas Witthöft seine Patienten ausführlichen Labortests, um abzuklären, ob eine versteckte Entzündung im Körper der Auslöser ist. 

Neu ist auch die Einsicht, daß nicht allein körperliche, sondern auch psychische Lasten das Rückgrat strapazieren können. "Mehr als die Hälfte aller Rückenschmerzen hat psychische Ursachen", erklärt der Karlsruher Sportwissenschaftler Hans-Dieter Kempf ("Die Rückenschule", Rowohlt, 16,90 DM). Unzufriedenheit und Streß lösen Verspannungen aus, die schließlich zu Schmerzen führen. Der Schmerz wiederum verursacht weitere Verspannungen und diese noch mehr Unzufriedenheit, Leid und Streß. Besonders häufig sind Frauen betroffen. Ihr Anspruch, an möglichst vielen Fronten im Haushalt. bei der Kindererziehung und auch im Job - perfekt zu funktionieren, ist ein Streß-Auslöser par excellence. Weibliches Harmoniestreben und Konfliktscheu sorgen zusätzlich dafür. daß Frauen zuviel "auf ihr Kreuz laden" und anderen gestatten, ihre Probleme "auf ihrem Rücken auszutragen". 

Jetzt helfen ihnen neue Strategien. ihr Rückgrat zu stärken und gleichzeitig ein Gespür für die maximale Belastungsgrenze ihres Kreuzes und damit ihrer Psyche zu entwickeln. Hier fünf neue Therapien im Überblick: 

GANZHEITLICH GEGEN KREUZLEIDEN

Mediziner der "Bonner Rückenrunde" empfehlen: Schlägt eine übliche Rückenbehandlung nach sechs Wochen nicht an, sollte der Arzt einen Psychologen hinzuziehen und mit ihm zusammen ein ganzheitliches Konzept erstellen. Bei einem entsprechenden Test-Projekt konnten auf diese Weise 63 chronisch Rückenkranke erfolgreich behandelt werden. Wie die Therapie funktioniert: Da ein Zusammenhang zwischen psychischer und körperlicher Verspannung nachgewiesen ist, werden beide Aspekte, also psychologische Therapie und ein von Orthopäden kontrolliertes Sportprogramm, zur Stabilisierung von Rücken und Psyche kombiniert. Wann die Behandlung erfolgreich ist: Wenn rein körperliche Ursachen durch eine gründliche Untersuchung ausgeschlossen werden konnten, die Rückenschmerzen aber fortbestehen. Wo man sich behandeln lassen kann: Jeder gute Orthopäde kann im Zweifelsfall auf einen kompetenten Psychologen und auf Rückentrainings-Spezialisten wie "Kieser-Training" verweisen.

PER PC DIE MUSKElN STÄRKEN

Verspannung, Schmerzen, Ischias, Hexenschuß - bei immerhin 97 Prozent von 8000getesteten Patienten half das  von einem Forschungsteam der Deutschen Sporthochschule in Köln unter Leitung des Sportwissenschaftlers Dr.Achim Denner entwickelte Power-Training, das die Muskeln um die Wirbelsäule stärkt und damit die Statik der Wirbel stützt. Wie die Therapie funktioniert: An speziellen Übungsgeräten und mit Computern wird die Muskulatur getestet, um die Muskelgruppen herauszufinden, die mehr Power brauchen. Ein gezieltes Trainingsprogramm hilft dann, in den "Problemzonen" in nur drei Monaten bis zu doppelt soviel Muskelkraft aufzubauen. Wann die Behandlung erfolgreich ist: Bei Rückenschmerzen, deren Ursachen in Bewegungsmangel oder einseitiger Belastung liegen. Auch als Therapie von streßbedingten Verspannungen ist das Verfahren sinnvoll.

SCHMERZFREI MIT POWER-MASSAGE

Das Verfahren. bei dem mit speziellen Handgriffen schmerzhafte Blockaden gelöst werden. ist von dem Münchner Facharzt für Physikalische Medizin und Autor des Buches "Schmerzfrei durch Osteopraktik" (Mosaik Verlag.19.90 DM), Dr. med. Wolfgang Bauermeister. entwickelt worden. Das Ziel ist. ..Trigger" - das sind Verdickungen in den Muskeln und im Gewebe -. die Schmerzreize und Funktionsstörungen hervorrufen, ganz aufzulösen oder zumindest deren Reizempfindlichkeit stark zu vermindern. Wie die Therapie funktioniert. Schmerzende Stellen werden entlang der Energieleitbahnen (Meridiane) kräftig massiert. Am Anfang ist das ziemlich unangenehm, doch nach 20 bis 30 Minuten lösen sich die" Trigger". Nach drei bis sechs Behandlungen werden die Rückenschmerzen geringer und verschwinden schließlich ganz. Wann die Behandlung erfolgreich ist: Bei allen Rückenschmerzen. die durch Muskelfaser-Verdickung entstehen - z. B. nach Verletzungen, Knochenbrüchen oder Entzündungen, aber auch bei streßbedingten Störungen.

STÖRUNGEN WERDEN WEGGESPRITZT

Nervenbahnen verlaufen durch den ganzen Körper, deshalb kann sich bei besonders sensiblen Menschen z. B. eine schlecht verheilte Narbe am Schienbein oder ein maroder Zahn als Schmerz im Nacken oder an der Hüfte bemerkbar machen. Bei der Neuraltherapie werden die schmerzauslösenden Störfelder, nicht die tatsächlich schmerzenden Stellen behandelt. Wie die Therapie. funktioniert: Direkt in das Störfeld wird ein Schmerzmittel gespritzt. Wann die Behandlung erfolgreich ist: bei chronischen Schmerzen mit unklarer Ursache.

SCHWINGUNGEN HELFEN HEILEN

Allgemeinmediziner und Sportarzt Dr.med. Gerhard 1. Rummel nennt in seinem Buch "Bioresonanz" (Mosaik Verlag, 19,90 DM) eine Erfolgsquote von 90 Prozent für das Verfahren. Ziel der Behandlung, die übersetzt "Rückmeldung des Körpers" heißt, ist es, krankmachende Bewegungen des Körpers vermeiden zu lernen. Wie die Therapie funktioniert: Der Patient wird an ein Gerät angeschlossen, das elektromagnetische Schwingungen an die schmerzende Stelle sendet und deren "Echo" empfangt. Die "positiven", also gesunden Schwingungen werden verstärkt und zurückgeschickt, die "schlechten", weil krankmachenden, gelöscht. Der Patient lernt dabei. die Tätigkeit des "Biocom-Gerätes" selbst zu übernehmen, gute Vibrationen zu verstärken, böse zu unterbinden. Wann die Behandlung erfolgreich ist: bei Rückenschmerzen ohne klare Ursache, gegen die herkömmliche Behandlungsmethoden nichts ausrichten.

Artikelaktionen

Fort- und Weiterbildungen 2016

Gruppenbild DSHS 2011

Mehr zum Programm und Anmeldung

Neu! Das Standardwerk der Neuen Rückenschule

Buch Neue Rückenschule 2 Cover

"Die neuen Standards" (Schmerzmedizin)

Jetzt in 2.Auflage! Dez 2014 430 Seiten
Neu im Dezember 2015! Funktionelles Training - Zusätzliche Übungen

 

Funktionlles Zusatzübungen

erschienen Dezember 2015
Neu! Februar 2015

Die Kleine Rückenschule