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19.04.1991 Mit gesundem Rücken hebt sich's leichter BNN

Mit gesundem Rücken hebt sich's leichter

 

Erfolg mit ganzheitlicher Methode: Gymnastik, Tips für den Alltag und Entspannung

 

Die präventive Rückenschule setzt sich weiter durch

 

Badische Neuesten Nachrichten 19.04.1991, von unserem Redaktionsmitglied Cornelia Tomaschko

Durchhalten. Es kann ja nicht mehr lange dauern. "Halten, halten, halten . .. und langsam ab." Bärbl Kempf wandert zwischen den Liegenden hindurch und kontrolliert, ob sie ihre Nase nicht zu weit vom Boden abgehoben haben, ob der Körper gespannt ist und ob der linke Arm und das rechte Bein nicht zu hoch in, die Luft, gestreckt sind. Denn nur wenn das Arm-Bein-Heben" korrekt ausgeführt ist, wird das Übungsziel auch erreicht, die Kräftigung der Rückenmuskulatur. Auf 'langsam ab" lassen alle dankbar Arme und Beine zu Boden sinken. Ein heimlicher Blick zur Uhr: 9.45Uhr.  Jetzt muss es doch soweit sein. Bärbl Kempf geht zum Lichtschalter; knipst die Lampen aus. Der entspannende letzte Teil der Rückenschule beginnt.  Bei beruhigender Hintergrundmusik gehen die Teilnehmer der präventiven Rückenschule auf die Reise durch ihren Körper. Stellen sich vor, sie liegen am Strand, Arme und Beine drücken Ku1en in den warmen Sand, die Sonne scheint auf die Haut. Am Ziel der Entspannung angekommen wird der Atem ruhig. Mit Räkeln, Dehnen und Strecken wird die Rückreise in den Alltag angetreten.

In  dem Taschenbuch "Die Rückenschule" - zwischenzeitlich ein Bestseller '-geht der Karlsruher Hans-Dieter Kempf auf die Bedeutung der Entspannung für Körper und Psyche ein und leitet daraus ab, daß sie für ein ganzheitliches Rückenprogramm unerläßlich ist. Ganzheitlich heißt aber auch Tips zum richtigen  Alltagsverhalten, funktionelle Gymnastik, Kräftigung, Dehnung und Mobilisation von Muskeln. spielerische Elemente zum Aufwärmen und Abschalten vom Alltag und ein Erfahrungsaustausch über die Umsetzung des Gelernten.

Obwohl noch ein sehr junges Angebot, stößt die Rückenschule auf sehr große Resonanz. In Karlsruhe können Interessierte aus einer Fülle von Kursangeboten auswählen, die alle versprechen, daß das "Kreuz mit dem Kreuz" ein Ende haben soll. Doch je mehr angeboten wird. desto unübersichtlicher wird der Markt, desto schwieriger wird es, die Qualität eines Rückenkurses einzuschätzen. Ein Problem mit dem sich nicht nur die rückenbewußten Bürger herumschlagen, sondern auch die Krankenkassen. Die Rückenschule zählt zu den vorbeugenden Maßnahmen, die die gesetzlichen Kassen nach dem Gesundheitsreformgesetz fördern müssen. das bedeutete für die Mitglieder der AOK bislang,  dass sie die gesamte Kursgebühr ersetzt bekamen. Doch das ist nun zu Ende. "Wir bieten in unserem Gesundheitszentrum 20 Rückenkurse pro Quartal an. Wer bei uns Mitglied ist und in Karlsruhe wohnt. kann daran kostenlos teilnehmen", sagt Bernd Hochmuth von der AOK. Allerdings die Kasse wenig Interesse daran. Kurse bezahlen. die Versicherte bei der Volkshochschule. in Vereinen oder Sportstudios machen. Schließlich will man sich die Konkurrenz nicht selbst aufbauen.

Die Barmer Ersatzkasse (BEK) bietet seit neuestem zwar auch Rückenkurse an. bezahlt aber dennoch ihren Mitgliedern 80 Prozent der Kursgebühr. wenn sie bei der Volkshochschule oder in einem Verein etwas für ihren Rücken tun. Kurse in privaten Studios unterstützt die BEK nach Auskunft von Volker Rabold nicht. Die Techniker-Krankenkasse sieht dies anders. Sie bezahlt 80 Prozent der Kursgebühr, gleich wo der Kurs stattfindet. Der TK geht es darum, daß der Kursleiter eine ausreichende Qualifikation hat. beispielsweise die Zusatzausbildung  für Sportlehrer und Krankengymnasten beim  Forum "Gesunder Rücken - besser leben". Angesichts dieser Unterschiede wundert es nicht,  daß Dieter Bühler, Bezirksgeschäftsführer der  Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK), eine grundsätzliche Regelung fordert. Auch seine Kasse zahlt 80 Prozent der Kursgebühr, gleich bei welchem Anbieter ein Versicherter die Rückenschule macht. Dieter Bühler befürchtet durch die Flut der Angebote, daß es so weit kommen könnte, daß irgendwann Leute ihr normales Fitneßprogramm auf Kosten der Krankenkasse machen, obwohl sie mit dem Rücken speziell keine Probleme haben. Angesichts der vielen Berufstätigen. die täglich acht Stunden auf ihren Schreibtischstühlen sitzen. hat zwischenzeitlich aber fast jeder irgendwelche Beschwerden mit dem Kreuz. Auch Hausfrauen klagen über Rückenschmerzen. Deshalb ist ein wichtiger Teil der Rückenschule das richtige Alltagsverhalten. Wie sitzt, steht und liegt man richtig, damit die Wirbelsäule möglichst wenig belastet wird? Wie hängt man Wäsche auf, bügelt oder fegt den Boden. ohne hinterher krumm und buckelig zu sein. In der Rückenschule wird das alles ausprobiert. unter Anleitung eines ausgebildeten Übungsleiters. Spezielle Kurse für Berufstätige bietet die Firma "motio" in Betrieben unter dem Namen "WAGUS"-Rückenschule an. Auch diese geht" . von dem beschriebenen ganzheitlichen Konzept aus. Gerade die Firmenkurse sind für die Mitarbeiter besonders günstig, da sie kernen zusätzlichen Weg für ihren Gesundheitssport in Kauf nehmen müssen. Bei den Badischen Neuesten Nachrichten läuft derzeit der zweite Rückenkurs nach Feierabend. Die Teilnehmerinnen unterscheiden sich nicht von denen. die Bärbl Kempf im Verein oder im Studio unterrichtet. Auch sie freuen sich nach aller Anspannung auf die Entspannung.

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