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20.07.2004 Mehr Selbstverantwortung und eigene Aktivität sind Ziele BNN

Mehr Selbstverantwortung und eigene Aktivität sind Ziele

Pilotprojekt: Neues Programm für Herzpatienten entwickelt

Von unserem Redaktionsmitglied Susanne Jock, aus den Badischen Neuesten Nachrichten vom Dienstag; 20. Juli 2004

Was sich mit so einem Thera-Band alles anstellen lässt: In alle Richtungen werden die bunten Latex-Streifen ausgedehnt, mal vor dem Körper, mal dahinter, dann wieder nach oben oder zur Seite. Eine richtige kleine Choreografie entsteht - und so ganz nebenbei kommen fast alle Muskeln zum Einsatz. "Ausdauer, Kraft und Koordination werden trainiert", erläutert Übungsleiter Hans-Dieter Kempf. Zudem haben die Aktiven sichtlich Spaß – und als einer von ihnen das flinke Band nicht fest hält, sodass es davon schnalzt, sorgt dies für viel Heiterkeit. Ein gutes Dutzend Teilnehmer zwischen 40 und 70 Jahren, Männer wie Frauen, lässt sich in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums auf die unterschiedlichen Übungen ein. Sie alle haben ein gemeinsames Problem: Sie sind Herzpatienten, haben entsprechende Krankenhaus-Aufenthalte und Rehabilitations-Maßnahmen hinter sich und sind nun in der so genannten "dritten Präventionsphase", wie Dr. Rüdiger Schwenke , der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Herzgruppen Karlsruhe, erklärt. Der Hausarzt vermittelt die Patienten nach der Reha an die Arbeitsgemeinschaft, die derzeit in Karlsruhe 22 Herzgruppen koordiniert. Neu ist jedoch, dass die Kassen Herzgruppen nicht mehr unbegrenzt fördern, sondern nur noch 90 Übungseinheiten finanzieren, die spätestens in zwei Jahren erledigt sind. Weswegen die Arbeitsgemeinschaft reagieren musste und vor anderthalb Jahren mit der Entwicklung eines neuen Konzepts begann, das der neuen Situation Rechnung trägt, so Schwenke. Im April startete nun das Pilotprojekt, an der neben den Aktiven, die sich wöchentlich im Goethe-Gymnasium treffen, noch vier weitere Herzgruppen beteiligt sind.

Zum Team gehören Ärzte, Sportwissenschaftler, Psychologen und eine Fachfrau für Ernährung, erklärt Hans-Dieter Kempf, der das Konzept mit entwickelt hat. Neben dem wöchentlichen Training in der Herzgruppe zählen ein Walking- oder Lauftreff pro Woche sowie einmal im Monat ein Vortrag, etwa übersinnvolle Ernährung, zum Pensum. Erforderlich ist aber auch selbstständiges Training, stellt er klar. Hilfestellung sollen hierbei auch die "Trainingsbriefe " geben. Insgesamt soll das Programm die Patienten motivieren, auch nach Ablauf der Förderung selbstständig aktiv zu bleiben und mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Ein weiter Weg, wie Untersuchungen zeigen: So ist nur ein Fünftel der Herzpatienten, für die es sinnvoll wäre, tatsächlich sportlich aktiv, obwohl regelmäßiges Training erwiesenermaßen positive Wirkung zeigt, weiß Sportwissenschaftler Kempf. Und: Lediglich 20 bis 30 Prozent schließt sich nach der Reha einer Herzgruppe an, von denen wiederum nur gut die Hälfte länger als ein halbes Jahr dabei bleibt. Über die Gründe lässt sich spekulieren - gut möglich ist aber, dass auch Unterforderung eine Rolle spielt. In den fünf Pilotgruppen kann davon sicher keine Rede sein: Nach dem Aufwärmen gibt es Ausdauertraining und gezielte Gymnastik, zu der auch Kräftigungsübungen, Zirkeltraining oder Rückenschule gehören können. Spiele, die für Spaß sorgen, sowie Entspannung vervollständigen das Angebot, das auch auf neue Methoden und Sportformen zurückgreift. So überwacht sich jeder Teilnehmer selbstverständlich auch mit Hilfe einer Pulsuhr. Neuere Geräte wie eben das Thera-Band oder auch mal Gewichte kommen zum Einsatz, und bei den Entspannungsübungen werden auch Formen wie autogenes Training, Tai Chi oder Feldenkrais einbezogen - auf dass jeder die Form findet, die ihm am meisten bringt. Die Teilnehmer sollen vor Beginn des Programms ihre Ziele formulieren, sich immer wieder selbst einschätzen und in den unterschiedlichen Phasen ihren eigenen Zustand mit Hilfe entsprechender Fragebogen dokumentieren – womit auch eine Erfolgskontrolle des Projektes und Daten für weitere Maßnahmen vorliegen werden, so Schwenke.

     BNN Herz

NEUE WEGE müssen Herzsportgruppen gehen, da die Krankenkassen die Förderung limitiert haben. Die Arbeitsgemeinschaft Herzgruppe Karlsruhe hat nun ein neues Konzept entwickelt, das zugehörige Pilotprojekt, an dem auch die hier gezeigte Gruppe teilnimmt, startete im April.

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