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2000 Mehr Rücksicht aufs Kreuz Zeitschrift Fit for fun

Mehr Rücksicht aufs Kreuz 

Fit for fun,  Ausgabe 2000

Mehr Rücksicht aufs Kreuz

 

Über 70 Prozent aller Deutschen haben – zumindest zeitweise – Probleme mit ihrem Rücken. Bei ungefähr einem Drittel werden sie sogar chronisch. Beugen Sie vor!

 

"Sitz gerade", "Brust raus", "Heb die Füße beim Gehen". Klingen Ihnen die Kommandos Ihrer Eltern auch noch in den Ohren? Hätten wir bloß auf sie gehört! Dann müssten wir Hohlkreuz oder Rundrücken heute vielleicht nicht mühsam in Fitness-Studios und Rückenschulen wieder gerade biegen.
Aber die Ursachen reichen weiter: vom viel zu schweren Schulranzen über Bewegungsmangel und ungeeignetes Schuhwerk bis hin zum Übergewicht. Faktoren, deren Auswirkungen im Alter vielfach noch zunehmen. Dabei gerät unser Halteapparat schon von Natur aus mächtig unter Druck: Allein beim Sitzen lasten satte 100 Kilogramm auf den Bandscheiben. Heben wir ein Gewicht vom Boden an, sind es gar 180 Kilogramm. Und selbst beim Liegen bleibt ein gewisser Druck bestehen.
Leider sind die Rückenmuskeln häufig zu schwach, um gegen die Schwerkraft und die Lust am Lümmeln Haltung zu bewahren. Deshalb reicht oft schon eine ruckartige Bewegung oder ein leichtes Verheben, um akute Verspannungen oder Schmerzen auszulösen. Immerhin: Rund die Hälfte all derjenigen, die schon mal Probleme mit ihrem Rücken hatten, wollen etwas dagegen tun – auch um ernsteren Malaisen vorzubeugen. Nur wie?

Das große FIT FOR FUN-Rückenspecial sagt Ihnen, warum unser Rückgrat so störanfällig ist (Kapitel "Fehlkonstruktion"), wie es überhaupt aufgebaut ist (Kapitel "Anatomie"), welche Mittel und Wege helfen können (Kapitel "Konzepte"), was unsere Psyche mit unserem Rücken zu tun hat (Kapitel "Psyche") und welche sanften Hilfen Rückenprobleme lindern können (Kapitel "Sanfte Hilfen"). Zudem bieten wir Ihnen zwei Poster mit Übungen und einem Rückentest zum Download. Los geht's!

 

Konzepte gegen muskuläre Dysbalancen

 

Viele Wege führen zu einem kräftigen Kreuz. Das A und O ist aber immer ein belastbares Muskelkorsett. Doch wer weiß schon, wie es um seinen „Latissimus“ oder den „Trapezius“ bestellt ist?

 

Viele der Muskelgruppen, die unsere Wirbelsäule stützen, sind oft nicht nur  schwach, sondern auch ungleichmäßig ausgeprägt. Kein Wunder: Wir schreiben und spielen Tennis mit rechts, tragen Taschen lässig über einer Schulter, und nur der rechte Fuß tritt das Gaspedal. Da sind Schieflagen vorprogrammiert.
Muskel-Dysbalancen sind daher der Punkt, an dem die moderne Kräftigungstherapie ansetzt. Mit professionellen, exakt auf individuelle Bedürfnisse abgestimmten Trainingsprogrammen kann jeder gezielt gegensteuern – solange er noch fit ist. Das Spezialtraining kann aber auch eine Therapie, etwa bei Muskelverspannungen, Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule oder nach einem Bandscheibenvorfall begleiten. Ein Anbieter solchen Individualtrainings ist das Kölner Forschungs- und Präventionszentrum FPZ (siehe Link unten). Vor jedem Training steht eine präzise Diagnose. "Es macht keinen Sinn, einfach loszulegen, bevor man den Zustand des Systems nicht kennt – zumal bei einem so komplizierten wie dem Rücken", sagt Dr. Achim Denner, Entwickler eines computergesteuerten Analyseprogramms. "Außerdem kann man Muskelschwächen weder mit bloßem Auge erkennen, noch mit den Händen zuverlässig ertasten. Deshalb messen wir sie."

Aber das ist nicht alles: Zusätzlich befragt ein Psychologe den Patienten nach seiner Befindlichkeit. Ist er zufrieden an seinem Arbeitsplatz, wie läuft das Privatleben, wie steht es um die Motivation zum Training? Man weiß sehr wohl, dass körperliche Beschwerden oft eine psychische Begleitkomponente haben, die den Erfolg des Trainings beeinträchtigen können. Jetzt erst entwickeln Trainingswissenschaftler ein individuelles Aufbauprogramm. "Innerhalb von drei bis sechs Monaten lassen sich über 90 Prozent der Dysbalancen beseitigen", so Denner. Weitere Studien konstatieren den Rückgang der Arbeitsausfallzeiten um 80 Prozent sowie eine Steigerung des Wohlbefindens und der Leistungsbereitschaft um 30 Prozent.
Wohl nicht zuletzt deshalb legen immer mehr Unternehmen - wie die Deutsche Post AG, der WDR oder RTL - das Rückenschicksal ihrer Mitarbeiter in die Hände des Kölner Instituts.

Professionelle Analysen und angemessenes Training gibt es jedoch auch anderswo. In rund sechzig Einrichtungen bundesweit können Kunden der Kieser-Studios einen Check mit dem "MedX-System" durchführen lassen (Link unten). Beinahe ebenso verbreitet ist der vom Kölner Institut für Prävention und Nachsorge entwickelte "Back-Check" (Link unten). All diese Konzepte zielen vorrangig auf eine Kräftigung des Rückens ab. Und die Erfolge sprechen für sich. Einziger Nachteil: Die Therapien sind nicht gerade billig, sehr geräteintensiv und erfordern einen hohen technischen Aufwand.

Eine einfache Alternative dazu ist die gute alte Rückenschule. Trainingserfolge sind hier zwar nicht objektiv messbar. Aber die Übungen wirken in den Alltag hinein: "Rückenschule ist vor allem Verhaltenstraining", sagt Hans-Dieter Kempf, Mitbegründer der Karlsruher Rückenschule. "Training ist nur ein Baustein. Wichtiger ist eine bewusstere Körperwahrnehmung. Damit die Teilnehmer auch im Alltag auf ihre Haltung achten: ob beim Stehen, Sitzen, Liegen oder Heben."
Ein weiteres Plus der Rückenschule: Die Förderung von Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. "Das Gleichgewicht halten oder sich bei einem Sturz abfangen zu können, das erfordert nicht nur Kraft, sondern jede Menge Geschicklichkeit", so Kempf. Die aber lässt sich an den Kraftmaschinen partout nicht steigern. Am Ende eines Rückenkurses steht also nicht ein definierter Muskelzuwachs, dafür aber in aller Regel ein gesteigertes Wohlbefinden.
Ebenfalls ideal für den Rücken ist Klettern. Wie eine Studie zeigt, fördert es die Beweglichkeit und hilft, die Muskelbalance wieder herzustellen. Doch für alle, die sofort etwas für ihr Kreuz tun möchten, hat FIT FOR FUN natürlich auch etwas in petto: Zusammen mit dem Sportmediziner Dr. Ralph Jennessen (FPZ) und dem Koordinationsexperten Hans-Dieter Kempf haben wir einen Test plus Übungen für zu Hause entwickelt. Damit Sie jederzeit damit trainieren können, finden Sie das Programm auf dem

www.info-ruhrgebiet.de/fit/ruecken/

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