Regulation der Durchblutung
Regulation der Durchblutung
Eine entscheidende Aufgabe des Kreislaufsystems ist die Regulation der Durchblutung der verschiedenen Organe und die Anpassung an den jeweiligen Bedarf. Z.B. bleibt die Durchblutung des Gehirns auch bei schweren Denkaufgaben oder körperlichen Belastungen insgesamt unverändert. Die Durchblutung der Skelettmuskulatur bei einer schweren körperlichen Belastung kann jedoch auf das fünffache ansteigen.
Ruhe - Belastung
In Ruhe werden durch das Herz etwa 5 Liter/Minute Blut gepumpt. Hierbei wird mit jedem Herzschlag etwa 70 ml Blut ausgeworfen, multipliziert mit der Herzfrequenz von ca. 70/min ergeben sich ca. 5l/min. Unter Belastung steigt zum einen die Pumpkraft des Herzens, so daß pro Schlag mehr Blut aufgeworfen wird, gleichzeitig erhöht sich aber auch der Puls (Herzschläge pro Minute), so dass bei maximaler Belastung bis zu 25 l/min Blut gefördert werden können. Äußerst komplizierte Regulationsmechanismen sorgen dafür, daß das Blut "richtig" verteilt wird, dass also die Durchblutung da ansteigt, wo sie gebraucht wird.
Beim Herz-Patienten ist die Belastbarkeit begrenzt zum einen durch eine Schwäche des Herzmuskels (z. B. nach Herzinfarkt mit Umwandlung von Herzmuskel in nicht arbeitendes Narbengewebe). Außerdem kann beim KHK-Patienten aufgrund von Engstellen der Herzkranzgefäße zu einer Einschränkung der Durchblutung kommen, so dass der Herzmuskel minderversorgt ist mit Sauerstoff und sich nicht mehr kraftvoll zusammenziehen kann.
Körperliches Training
Training führt neben den bekannte Effekten an der Muskulatur auch zu einer Verbesserung der Gefäßelastizität und zu einer Steigerung des Blutflusses durch große und kleine Blutgefäße. Dies trägt zur Verbesserung der Durchblutung in der Muskulatur und auch im Herzen selbst bei.
Quelle: Bauersachs J. Vortrag zum Thema "Das Kreislaufsystem". In Kempf H-D, Reuß P (Hrsg.): Praxisbuch Herzgruppe. Thieme: Stuttgart; 2000




