Rückentraining ist mehr als nur das Training des Rückens!
Mit dem Begriff Rückenmuskulatur meint man in der Regel die tiefen, autochthonen Rückenmuskeln, die vornehmlich die Stabilisation und die Bewegungen der Wirbelsäule bewirken und die aufgrund ihrer aufrichtenden Funktion auch als Rückenstrecker (lat. M. erector spinae) bezeichnet werden.
Die wichtigste Funktion der tiefen Rückenmuskeln ist die Erhaltung der aufrechten Haltung. Sie werden dabei besonders unterstützt von den Bauchmuskeln, die im Vergleich zur stark gegliederten Rückenmuskulatur mehr flächenhafte Züge aufweisen. Sie umschließen mit in unterschiedlichen Richtungen laufenden Muskelzügen den gesamten Bauchraum wie ein breiter Muskelgürtel.
Die Wirbelsäule steht nicht nur zur Bauch- und Rückenmuskulatur in engem Zusammenhang, sondern über sogenannte Muskelschlingen und Muskelketten auch zu Muskeln des Schultergürtels, des Schultergelenks, des Beckengürtels sowie des Hüftgelenks.
Ziel eines Rückentrainings ist somit nicht nur das Training einzelner Muskeln, hier vor allem der "tiefen" Rückenmuskulatur, sondern mehr noch die Sicherung eines muskulären Gleichgewichts innerhalb der einzelnen Systeme.
Quellen:
- Kempf H-D (Hrsg): Die Neue Rückenschule. Ein Praxishandbuch. Heidelberg: Springer ; 2010
- Kempf H-D: Ganzkörpertraining. Kraft-Koordination-Beweglichkeit. Wiebelsheim: Limpert; 2009
- Kempf H-D: Die Rückenschule-Neuausgabe (33.Aufl.). Reinbek: Rowohlt; 2008
- Kempf H-D, Schmelcher F, Ziegler C: Trainingsbuch Rückenschule- Neuausgabe.Reinbek: Rowohlt; 2004
- Kempf H-D: Rückentraining mit dem Thera-Band. Reinbek: Rowohlt; 200010





