Irisin: Sport-Hormon bei Menschen entdeckt
aus dem Deutschen Ärzteblatt Donnerstag, 12. Januar 2012
Boston – US-Forscher haben bei Mäusen und im menschlichen Körper ein neues Hormon entdeckt. Laut dem Bericht in Nature (2012; doi: 10.1038/nature10777) wird „Irisin“ nach sportlicher Aktivität von Muskelzellen gebildet. Es verwandelt weiße in braune Fettzellen. Die begleitende Verbesserung des Glukosestoffwechsels weckt Hoffnungen, bewegungsfaule Menschen auch ohne Sport vor einem Typ-2-Diabetes mellitus schützen zu können.
Das Team um Bruce Spiegelman vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston hat das neue Hormon nach der griechischen Göttin Iris genannt, die bei Homer als Götterbotin unterwegs ist. Irisin ist im Körper im Dienst der Muskelzellen unterwegs, in denen es gebildet wird. Sein Zielorgan sind Fettzellen, die unter der Einwirkung von Irisin ihren Stoffwechsel von der Speicherung von Energie auf die Verbrennung von Energie umstellen. Dabei wandeln sich weiße in braune Fettzellen. Braune Fettzellen wurden erst vor wenigen Jahren beim Erwachsenen entdeckt. Vorher wurde vermutet, dass diese Fettzellen, die Neugeborene vor Unterkühlung schützen, mit dem Verlust des Babyspecks auf Dauer verloren gehen
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Abstract
http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature10777.html
Exercise benefits a variety of organ systems in mammals, and some of the best-recognized effects of exercise on muscle are mediated by the transcriptional co-activator PPAR-γ co-activator-1 α (PGC1-α). Here we show in mouse that PGC1-α expression in muscle stimulates an increase in expression of FNDC5, a membrane protein that is cleaved and secreted as a newly identified hormone, irisin. Irisin acts on white adipose cells in culture and in vivo to stimulate UCP1 expression and a broad program of brown-fat-like development. Irisin is induced with exercise in mice and humans, and mildly increased irisin levels in the blood cause an increase in energy expenditure in mice with no changes in movement or food intake. This results in improvements in obesity and glucose homeostasis. Irisin could be therapeutic for human metabolic disease and other disorders that are improved with exercise





