Auswirkungen eines gerätegestützten Krafttrainings auf die isometrische Maximalkraft der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/archiv2011/heft07_08/online_78_2011/80_abstract_frei_nachm_289_320.pdf
Problemstellung: Die muskuläre Kraft stellt eine leistungsbestimmende Komponente für die Bewältigung von
beruflichen und alltäglichen Anforderungen dar. Kraftdefizite, die aufgrund von Bewegungsmangel entstanden
sind, und die daraus resultierenden Beschwerden ziehen wirtschaftliche und gesundheitliche Schäden nach sich.
Verschiedene Formen von Krafttraining (KT) werden zur Beseitigung von muskulären Defiziten eingesetzt. Die
vorliegende Studie soll die Auswirkungen eines KT nach FPZ-Konzept auf die isometrische Maximalkraft (IMK)
bei unterschiedlich leistungsfähigen Personen beider Geschlechter untersuchen.
Methodik: Mit 83 Mitarbeitern eines Pharmaunternehmens wurde ein 12-wöchiges gerätegestütztes KT auf
Grundlage des FPZ-Konzepts mit Fokus auf der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur durchgeführt. Die Ergebnisvariablen
Rumpf-Extension (RE), -Flexion (RF), -Lateralflexion (RLF) und -Rotation (RR) wurden in je einem
Prä- und Posttest durch eine Mesung der IMK evaluiert. Für beide Analysen sowie für das KT wurde das aus 4 Geräten
bestehende 'Diagnos medical spine concept' der Firma SCHNELL genutzt. Um eine differenzierte Beurteilung
vorzunehmen, erfolgte eine Trennung in 4 Gruppen nach Leistungsniveau und Geschlecht.
Ergebnisse: Sowohl in der Probandengesamtheit (PG) als auch in den einzelnen Gruppen konnte die IMK der Wirbelsäulenmuskulatur
signifikant gesteigert werden. Hochsignifikante Zuwächse wurden in der PG zwischen Präund
Posttest für die RE bei 15,9 % (p=0,000), für die RF bei 31,2 % (p=0,000), für RLF rechts bei 35,4 % (p=0,000), für
die RLF links bei 38,1 % (p=0,000) sowie für die RR rechts und links mit 31,0 % und 30,1 % ermittelt. Hochsignifikant
war die Steigerung der IMK im interindividuellen Vergleich der beiden leistungsschwächeren gegenüber den beiden
leistungsstärkeren Gruppen. Ein geschlechtsspezifischer Vergleich ergab keine signifikanten Differenzen
Schlussfolgerung: Das spezielle 3 -monatige KT, am FPZ-orientierten Konzept, stellt eine wirksame Intervention
zur Kräftigung der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur dar und kann zur Konditionsverbesserung und zur
Prävention von körperlichen Beschwerden bei Personen mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit erfolgreich eingesetzt
werden.





