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Beeinflussung von chronischen Rückenschmerzen durch gerätegestütztes Rücken- und Bauchmuskeltraining bei Männern

Heitkamp HC, Halmburger J, Rapp W, Grau S, Horstmann T. Referat Nr. 135 (Poster), Sitzung PO-6 (24.09.2009, 14:40 Uhr). Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin: 202

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Krankenkassen bieten Mitgliedern mit chronische Rückenschmerzen ein gerätegestütztes

Krafttraining für die Rückenmuskulatur. Unter dem sich erstmals vorstellendem Klientel wurden

15 (47 ± 4,0 Jahre) chronische Rückenschmerzpatienten und 10 Kontrollpersonen (47 ± 5,5 Jahre)

für die vorliegende Studie gewonnen. Es war die Frage, ob der zu erwartende Kraftzuwachs mit

einer Reduktion der Schmerzen einhergeht.

Vor und nach dem Training füllten alle Patienten Fragebögen zur Schmerzlokalisation und

Intensität, dem Pain Disability Index (PDI) und dem EQ-5D Fragebogen nach der selbstbeurteilten

Lebensqualität nach der Euro quality of life group aus; außerdem markierten sie täglich das

Ausmaß der Schmerzen auf einer visuellen Analogskala. Die Maximalkraft wurde auf Davidgeräten

für die thorakolumbale Extension und die Rechts- und Linkslateralflexion, die Bauchmuskeln

sowie die Rechts- und Linksrotation bestimmt.

Trainiert wurde 12 Wochen mit 2 mal pro Woche 1h Dauer. Das in vier Perioden gegliederte

Training lief über eine Orientierungsphase nach einem Grundlagentraining und über eine

Anpassungsphase mit intensivem Training zu der abschließenden Optimierungsphase mit jeweils

leicht ansteigender Intensität um 2,5 kg und Reduktion der Wiederholungszahl von 35 auf 12.

Ergänzt wurde jede Einheit durch eine dazugehörende Dehnübung.

Sehr deutlich gingen die Schmerzen im HWS und LWS Bereich zurück (p<0,01). Das

Trainingstagebuch zeigte nach einem zunächst deutlichen Abfall der Schmerzen einen Gipfel bei

der. Woche 10 bei der HWS und BWS und anschließend einen Abfall, während im LWS Bereich die

Schmerzen bis zur Woche 8 eher zunahmen, bevor sie deutlich abfielen. In 3 von 7 Bereichen des

PDI fanden sich keine Veränderungen, sonst günstige Effekte (p<0,01) bei häuslichen

Verpflichtungen, Erholung, Beruf und Sexualleben. Der EQ-5D brachte eine Verbesserung des

aktuellen Gesundheitszustandes, aber keine der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Die

Kontrollgruppe blieb bei allen Skalen unverändert.

Die Maximalkraft der Extension stieg nach Training von 264 ± 67 auf 305 ± 61, die Rotationskraft

rechts von 133 ± 38 auf 162 ± 38, links von 116 ± 37 auf eine 149 ± 41 Nm, die Bauchmuskelkraft

von 146 ± 27 auf 170 ± 27 Nm und der seitlichen Bauchmuskulatur rechts von 148 ± 42 auf 184 ± 45,

links von 142 ± 38 auf 180 ± 42 Nm, alle Änderungen bei p<0,001.

Die Beweglichkeit verbesserte sich für die Extension von 37 ± 3,8 auf 39 ± 2,1°, die Lateralflexion

rechts von 40 ± 6,8 auf 46 ± 5,5° links von 41 ± 6,6 auf 47 ± 5,8°, die Rotation rechts von 42 ± 7,0 auf

51 ± 8,5, links von 45 ± 11 auf 52 ± 11°, sämtlich signifikant (p< 0,001), bei unveränderten

Messwerten in der Kontrollgruppe.Maschinengestütztes Krafttraining der Rücken- und

Bauchmuskulatur führt zu einem Zuwachs an Kraft und Beweglichkeit.

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