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Der Einfluss der körperlichen Aktivität auf das Körpergefühl und das subjektive Wohlempfinden

Schneider A, Kreuser F, Seel M, Collatz K-G, Korsten-Reck U. Referat Nr. 270 (Kurzreferat), Sitzung PA-17 (25.09.2009, 17:30 Uhr). Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009): 236

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Hintergrund: Motorische und sensorische Erfahrungen sind die Basisbausteine bei der

Entwicklung des Körperbewusstseins, und ein vermindertes Aktivitätsverhalten führt zu einer

defizitären Ausprägung des Körperbewusstseins. Der Einfluss der körperlichen Aktivität auf das

subjektive Wohlempfinden und das Körpergefühl, sowie deren Veränderungen bei adipösen

Kindern durch das ambulante Therapieprogramm „FITOC“ der RPS Freiburg waren Teilaspekte

einer kooperativen Studie zum Körperbewusstsein.

Methode: Insgesamt nahmen n=250 Kinder (7-13 Jahre) an der Studie teil. Die Befragung erfolgte

mittels des Freiburger Fragebogens zum Körperbewusstsein (FFKB). Bei n=39 sportlich aktiven

Kindern aus unterschiedlichen Sportvereinen, n=61 adipöse FITOC-Teilnehmern (48 bei

Therapiebeginn (t0), 13 bei Therapieende (t1)) und n=13 sportlich inaktiven Kindern wurde das

subjektive Gesundheitsempfinden und das Körpergefühl in Abhängigkeit vom Aktivitätsverhalten

vergleichend untersucht.

Ergebnisse: Die Sportvereinskinder waren am zufriedensten mit ihrem Aussehen (89,5%) und ihrer

Gesundheit (94,4%), die adipösen Kinder am wenigsten zufrieden (Aussehen: 29,2%, Gesundheit:

77,1%) und die sportlich inaktiven Kindern lagen dazwischen (69% waren zufrieden mit ihrem

Aussehen, 84,6% mit ihrer Gesundheit). Unter gesundheitlichen Beschwerden ohne organische

Ursache (Bauchweh; Kopfschmerzen) litten am häufigsten die sportlich inaktiven Kinder (69,2%;

61,5%) und am wenigsten die sportlich Aktiven (45,6%; 38,5%). Ein positives Körpergefühl hatten

81,6% der Sportkinder, 53,8% der sportlich inaktiven Kinder und 37,5% der der adipösen Kinder. Bei

den adipösen Kindern kam es im Verlauf der Therapie zu Veränderungen in der Einstellung zum

Körper. Die negative Einstellung dem Körper gegenüber sank von 29,2% (t0) auf 7,7% (t1), ebenso

änderte sich die Beurteilung der äußeren Erscheinungsform: bei t0 fanden sich 8,3% hässlich (t1:

0%), 43,8% zufriedenstellend (t1: 69,2%) und 10,4% schön (t1: 0%). Die Zufriedenheit mit der

Gesundheit blieb konstant (t0: 77,1%; t1: 76,9%); jedoch litten nach der Therapie 10% weniger an

Kopfschmerzen.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass die körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf

das subjektive Wohlempfinden hat und zu einer realistischen Einschätzung des eigenen Körpers

führt, welche eine notwendige Voraussetzung für einen gesundheitsbewussten Umgang mit dem

Körper ist. Die bei den adipösen Kindern im Verlauf der Therapie eingetretenen Veränderungen

beim Körpergefühl und der Körperwahrnehmung belegen die Notwendigkeit einer umfangreichen

Bewegungsschulung.

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