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Elektromyografische Analyse der Rückenmuskulatur bei Stabilisiationsübungen auf dem Pezziball

von Streicher Heike, Kreft Steffen - Sportärztekongress 2009 - Referat Nr. 19 (Poster), Sitzung PO-1 (24.09.2009, 10:15 Uhr) - Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009): 173

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Elektromyografische Analyse der Rückenmuskulatur bei Stabilisationsübungen auf dem Pezziball

Einleitung: Studien belegen, dass bei Personen mit Rückenschmerzen eine Dekonditionierung der

Muskelkraft (Verbunt et al., 2003), aber auch Veränderungen in der neuromuskulären Steuerung

der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur zu konstatieren sind (Dalichau & Scheele, 2000;

Laube & Hildebrandt, 2000; McGill, 1998). Im sporttherapeutischen Alltag werden diesbezüglich

vielseitige Therapieübungen zur Innervation der Rückenmuskulatur eingesetzt. Da diese

hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Rückenmuskulatur zum Teil lediglich auf Empirie zurückgreifen,

sollen im Rahmen dieser Pilotstudie ausgewählte Übungen (mit dem Trainingsgerät Pezziball)

bezüglich ihrer kräftigenden Wirkung geprüft werden. Mittels einer elektromyografischen

Untersuchung erfolgte die Ableitung der elektrischen Aktivität der Muskulatur, welche

hauptsächlich für die Streckung der Wirbelsäule verantwortlich ist.

Methode: Die EMG-Ableitungen fanden unter Nutzung einer Noraxon Telemyo GT 2 Anlage (16

Kanäle) statt. An der Untersuchung nahmen 10 Sportstudenten zwischen 22 und 28 Jahren teil (M

= 24,6, sd= 2,4). Es wurden vier Muskeln abgeleitet (M. glutaeus maximus, M. errector spinae

lumbal/thorakal, M. multifidii). Die überprüften Übungen stellten die Bridging-Bewegung

(ohne/mit Ballnutzung), Backextension-Übungen sowie die 'Superman'-Übung mit Kurzhanteln

(Freiwald, Baumgart, Konrad, 2007) dar. Die Standardisierung der Übungsausführung erfolgte über

Expertenrating, Viedeobild und Markerpositionierungen.

Ergebnisse: Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, ob solche gymnastischen Übungen

kräftigende Reize erreichen, inwiefern Zusatzgewichte sinnvoll sind und asymmetrische

Übungsausführungen verstärkte Einflüsse ausüben. Die Ergebnisse signalisieren, dass bspw. ein

asymmetrisches Üben keinen stärkeren Reiz auf die abgeleitete Muskulatur bewirkt. Weiterhin

scheint bisher die Backextensionsübung mit Kurzhanteln die einzige Übung mit Reizen über 40 %

der maximalen Kraft zu sein. Dalichau, S. & Scheele, K. (2000). Der Stellungssinn der

Lendenwirbelsäule männlicher Leistungssportler unter Berücksichtigung von Rückenschmerzen.

In J. Jerosch (Hrsg.), Sensomotorik 2000, 45-57. Essen: Pro Sympos; Freiwald, J., Baumgart, C. &

Konrad, P. (2007). Einführung in die Elektromyografie. Balingen: Spitta Verlag; McGill, SM. (1998).

Low back exercises: evidence for improving exercise regimens. Phys Ther 78 (7), 754-765

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