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Gleichgewichtstraining im Vergleich zu Krafttraining bei Senioren: Effekt auf die Oberschenkelmuskelkraft

Heitkamp HC, Stierle M, Rapp W, Horstmann T. Referat Nr. 316 (Poster), Sitzung PO-11 (26.09.2009, 10:55 Uhr). Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009): 249

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Im höheren Lebensalter kommt der Sarkopenie eine hohe Bedeutung zu; dadurch bedingt sind

Stürze und Gelenkbeschwerden häufig. Entgegenwirken kann man dieser Situation durch

etabliertes Krafttraining. Ob auch Gleichgewichtstraining von vergleichbarer Dauer einen

ähnlichen Effekt hat, war das Ziel der vorliegenden Studie. Die 24 Teilnehmer waren im Mittel 76

Jahre alt (68 - 87). Nicht randomisiert wurden sie in eine Gleichgewichtstrainingsgruppe (GT),

Krafttrainingsgruppe (KT) und als Kontrollen (KO) eingeteilt. Vor und nach dem achtwöchigen

Training mit zweimal 30 bis 45 Minuten Dauer wurde die isometrische Maximalkraft der

Oberschenkelflexoren und -extensoren auf einem Isokineten (Isomed 2000) für die Extension in 60°

und für die Flexion in 30° Beugung durchgeführt. Die statische Gleichgewichtsfähigkeit wurde mit

dem Tandemstand mit offenen und geschlossenen Augen, ebenso der Einbeinstand geprüft, die

dynamische mit dem Functional-Reach-Test und dem Tandemgang.

Das Training fand in Kleingruppen mit maximal 5 Personen statt. Das Gleichgewichtstraining auf

Gleichgewichtspads, Therapiekreisel und Dynair-Kissen wurde individuell dosiert mit 15 - 45 s und

30 - 60 s Erholung sowie 2 bis 3 Wiederholungen durchgeführt. Das Krafttraining mit

Fußgelenkgewichtmanschetten, Therabändern und Gymnastikbällen mit einer Intensität um etwa

80% MVC dynamisch mit 15 Wiederholungen, isometrisch mit 5 und mit einer Pausendauer von

einer Minute; Schwerpunkte lagen auf dynamischen Bewegungen und auf der Betonung der

Exzentrik; häufiger Wechsel von Übungen im Sitzen und im Stehen.

Die Compliance betrug durch die individuelle Betreuung 100%. Nach dem GT konnte rechts die

Extensionskraft um 16 und links um 13 Nm (20 und 17%, je p<0,01) und Flexionskraft rechts um 10

und links um 12Nm (26 bzw. 41%, p<0,001) gesteigert werden. Bei KT verbesserte sich die

Extensionskraft etwas weniger deutlich rechts mit 10 und links mit 8,1Nm (10 und 8,1%, p<0,05)

und die Flexionskraft rechts um 8 und links um 7 Nm (15 bzw. 14%, p<0,05). Die KO blieb im

ähnlichen Bereich. Seitenunterschiede wurden nur bei der KT bei der Extension und mehr bei der

GT als bei der KT minimiert. Nur die GT zeigte einen Zuwachs beim Tandemstand mit offenen und

geschlossenen Augen (p<0,01 bzw. p<0,05), während nur rechts beim Einbeinstand eine Steigerung

erzielt wurde (p<0,05), dagegen mit geschlossenen Augen beidseits (p<0,001). Auch der

Tandemgang (p<0,01) und der Functional-Reach-Test (p<0,02) wurden nur nach GT verbessert.

Gleichgewichtstraining empfiehlt sich bei Senioren eher als Krafttraining zur Stabilisierung der

Beinmuskulatur und der Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit.

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