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Grundlagen zum Vibrationstraining der Rückenmuskulatur: EMG-Analyse in Abhängigkeit von der Position auf der Vibrationsplatte und der Vibrationsfrequenz

Heitkamp HC, Bergmann E, Rapp D, Grau S. Referat Nr. 327 (Poster), Sitzung PO-11 (26.09.2009, 11:50 Uhr). Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009): 251

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Vibrationstraining bewirkt einen hohen Kraftzuwachs bei untrainierten Personen, besonders im

Bereich der Beinmuskulatur. In diesem Bereich besteht oft ein geringerer Handlungsbedarf als für

die insuffiziente Rückenmuskulatur. Folglich war die Frage, in welcher Körperposition welche

Rumpfmuskeln am besten durch Vibrationstraining anzusteuern sind und welche

Vibrationsfrequenz optimal ist. Dazu wurde mit einem 10-Kanal-EMG-Gerät (Noraxon) folgende

Muskeln abgeleitet: Splenius cervicis, Trapezius descendens, transversum und ascendens,

Infraspinatus, Latissimus dorsi, Erector spinae, Multifidus und Obliquus externus. Auf einer

seitenalternierenden Plattform (Galileo) wurden folgende fünf Positionen eingenommen:

vorgeneigter Körper mit parallel zum Rumpf gehaltenen Armen, gleiche Position mit 15% des

Körpergewichtes, waagerechten, frontalen Zugs mit Anspannung der Unterarmmuskulatur,

Fronthocke mit rechtwinklig gehaltenen Armen bei Parallelhaltung der Oberarme zum Körper,

Position mit 15% Zug des Körpergewichtes an einem an der Platte frontal befestigten Seil und

rückwärts auf der Platte mit den Armen parallel nach oben neben dem Kopf ausgestreckten

Armen. Jede Position wurde in Ruhestellung gemessen, dann in der einzunehmenden Position

dann jeweils mit 6, 12, 18 und 26 Hz, abschließend wieder Einnehmen der Ausgangsposition und

Ruhestellung.

Für diese Querschnittsuntersuchung fanden sich 23 Frauen – 20-32 Jahre und BMI 18-25 kg/m. Im

Vergleich zur eingenommenen Ausgangsposition ohne Vibration verstärkte sich die EMG-Aktivität

bei 26 Hz in allen fünf Übungen (p< 0,01). Bis auf eine Übung zeigten alle bei der höchsten

Frequenz die höchste Aktivierung. Bei der Frontalhocke ohne Zug war bei 18 Hz die höchste

Aktivierung. Bei der letzten Übung stieg bei der Anhebung der Frequenz von 18 auf 26 Hz die EMGGesamtaktivität

(p< 0,01). Im niederfrequenten Bereich von 6 und 12 Hz ergab sich keine

Aktivierung der Muskelgruppen. Das höchste Ausmaß der Aktivierung fand sich bei der letzten

Übung bei den Mm. spinales, trapezius in allen drei Anteilen, latissimus dorsi und erector spinae

thoracis, während bei der Übung 5 mit in Vorhalte und nach oben ausgestreckten Armen sich die

größte Aktivierung der Mm. infraspinatus und multifidus fand (p< 0,01). Für den schulternahen

Bereich, die drei Trapeziusanteile, die Mm. infraspinatus und cervicis ergibt sich der höchste Effekt

durch die erste Übung, für die übrige gemessene Rückenmuskulatur mit den Mm. erector spinae

und multifidus durch die zweite Übung.

Aversive Effekte wurden in keinem Falle beobachtet. Insgesamt sollten für die

Rückenmuskelkräftigung bestimmte Positionen auf einer seitenalternierenden Plattform

eingenommen und eher höhere Vibrationsfrequenzen gewählt werden.

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