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Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leidet unter chronischen Rückenschmerzen

Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt: Gesundheit in Deutschland. Robert Koch-Institut, Berlin 2006

Gesundheitsbericht 2006: http://www.gbe-bund.de/gbe10/owards.prc_show_pdf?p_id=9965&p_sprache=D&p_uid=gast&p_aid=63324017&p_lfd_nr=1

Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leidet unter chronischen Rückenschmerzen.

Nach Daten des Bundes-Gesundheitssurvey 1998 sind Rückenschmerzen bei Frauen und Männern aller Altersgruppen die häufigste Schmerzart und rangieren noch vor Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen. So gaben 39 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer an, in den vorausgegangenen sieben Tagen unter Rückenschmerzen gelitten zu haben. Für rund die Hälfte der betroffenen Frauen und 80 Prozent der betroffenen Männer waren die Rückenschmerzen zudem die stärksten Schmerzen in der Woche vor der Befragung. In dieselbe Richtung weisen Daten aus dem Telefonischen Gesundheitssurvey 2003. Danach litten 22 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer im Jahr vor der Befragung unter chronischen Rückenschmerzen, die mindestens drei Monate anhielten und sich täglich oder nahezu täglich bemerkbar machten (siehe Abbildungen 1.2.10 und 1.2.11). Rückenschmerzen nehmen mit steigendem Lebensalter zu und erreichen typischerweise ihre maximale Prävalenz im fünften und sechsten Lebensjahrzehnt. Gleichwohl sind sie in allen Altersgruppen ein bedeutsames Problem. Frauen geben in allen Altersgruppen mehr Rückenschmerzen an als Männer, ein Geschlechterunterschied, der sich auch bei anderen Schmerzarten zeigt. Zudem ist bei Frauen die Intensität der Schmerzen im Schnitt größer und ihre Dauer länger. Die Gründe für die Geschlechterdifferenz sind nicht  bschließend geklärt. Zum einen könnten Schmerz-Risikofaktoren bei Frauen häufiger sein, zum anderen unterscheiden sich bei Frauen und Männern möglicherweise auch die Wahrnehmung, Verarbeitung und Erinnerung von Schmerzen.

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