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Muskelaktivität der zervikalen Extensoren bei zwei verschiedenen Übungen

Shaun O'Leary, Barbara Cagnie, Ashton Reeve, Gwendolen Jull, James M. Elliott. Is There Altered Activity of the Extensor Muscles in Chronic Mechanical Neck Pain? A Functional Magnetic Resonance Imaging Study. Archives of Physical Medicine and Rehabilitation; 2011; 92(6): 929-934, DOI: 10.1016/j.apmr.2010.12.021)

http://www.archives-pmr.org/article/S0003-9993%2810%2901002-6/abstract

Abstract

O'Leary S, Cagnie B, Reeve A, Jull G, Elliott JM. Is there altered activity of the extensor muscles in chronic mechanical neck pain? A functional magnetic resonance imaging study.

Objective

To compare the pattern of neck extensor muscle use in participants with chronic mechanical neck pain to that of healthy controls during 2 different extension exercises by use of muscle functional magnetic resonance imaging (mfMRI).

Design

Cross-sectional.

Setting

University laboratory.

Participants

Data recorded from subjects with chronic mechanical neck pain (n=12; 10 women, 2 men) were compared with previously recorded data from healthy subjects (n=11; 7 men, 4 women).

Interventions

Not applicable.

Main Outcome Measures

mfMRI measures of shifts in T2 relaxation were made for the multifidus, semispinalis cervicis, semispinalis capitis, and splenius capitis muscles, at C2-3, C5-6, and C7-T1 levels, prior and immediately after 2 different exercises: cervical extension in craniocervical neutral (CCN) and cervical extension in craniocervical extension. T2 shift values (difference between pre- and postexercise T2 relaxation values) for each muscle and exercise condition were used for analysis.

Results

While there were observed differences in differential activation of the extensor muscles in participants with mechanical neck pain compared with controls, these differences were only evident for the CCN exercise condition and were only observed for 3 out of the 7 muscle regions of interest during this exercise.

Conclusions

Results of this study suggest some alteration in the differential activation of the cervical extensors in patients with mechanical neck pain and indicate that further investigation of this muscle group in mechanical neck pain disorders is warranted.

 

 

 

aus dem Rehanewsletter Nr. 48 von Frank Diemer, Volker Sutor und Nedeljko Goreta

www.fomt.info

Kopfstellung und Training der cervicalen Extensoren – gibt es einen Unterschied?

Nicht selten sieht man in der physiotherapeutischen Praxis Patienten mit einer ausgeprägten Protraktion des Kopfes. Diese entsteht durch eine Extension in den hochcervicalen Segmenten und eine Flexionsstellung im unteren Bereich. Die Korrektur des Kopfes kann Schmerzen beeinflussen und auch als Übung bei manchen Patientensubgruppen empfohlen werden, In wie fern die Stellung des Kopfes für die Muskelaktivität der Extensoren eine Rolle spielt untersuchen jetzt Elliot et al. (2010) mittels funktionellen MRT´s.

 

Design:

14 beschwerdefreie Kontrollprobanden (in Bauchlage auf einer Behandlungsbank) werden bei einer isometrischen Extensionsaktivität (ca. 20% der maximalen Aktivität) mittels funktionellen MRT Aufnahmen untersucht.

Bei einem funktionellen MRT kann die durch die Kontraktion veränderte Flüssigkeitsmenge in einem Muskel dargestellt werden und somit die Aktivität im jeweiligen Muskel abgeschätzt werden.

Der Kopf der Probanden wurde zuerst in einer neutralen craniocervicalen Position (Blick geht gerade nach unten) und im zweiten Versuch in eine craniocervicale Extension (15° - mit Goniometer) eingestellt.

 

Ergebnisse:

  • grundsätzlich arbeiten die cervicalen Extensoren bei beiden Übungsausführungen
  • der M. multifidius und der M. semispinalis cervicis zeigten bei beiden Übungsausführungen eine ähnliche Aktivität. Die Faszikel der unteren HWS (C5 - Th1) waren dabei stärker aktiviert als die Faszikel auf der Höhe C2-C3
  • Der M. semispinalis capitis zeigte eine höhere Aktivität in Kopfextension
  • Der M. splenius wurde insgesamt am geringsten aktiviert. Er zeigte nur eine geringe Veränderung in der unteren HWS und auch dort waren über beide Übungsausführungen keine konstanten Muster zu beobachten. Möglicherweise ist die Intensität (ca. 20%) für diesen Muskel zu gering.

 

Fazit:

 

Unterschiedliche Kopfpositionen scheinen beim Training der cervicalen Extensoren feine Unterschiede im Innervationsprogramm zu produzieren. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die tiefen Anteile unabhängig davon gut aktviert sind, während der oberflächliche M. semispinalis capitis eher in einer Kopfextension ein größeres Potential entwickelt. Wie groß die Relevanz dieser Veränderung ist, muss bis zum jetztigen Zeitpunkt unklar bleiben. Wird eine isolierte tiefe Aktivität angestrebt, so kann dennoch eine eher niedere Arbeitsintensität und eine neutrale Kopfposition empfohlen werden.

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