Summary
Background
A firm mattress is commonly believed to be beneficial for low-back pain, although evidence supporting this recommendation is lacking. We assessed the effect of different firmnesses of mattresses on the clinical course of patients with chronic non-specific low-back pain.
Methods
In a randomised, double-blind, controlled, multicentre trial, we assessed 313 adults who had chronic non-specific low-back pain, but no referred pain, who complained of backache while lying in bed and on rising. Mattress firmness is rated on a scale developed by the European Committee for Standardisation. The Hs scale starts at 1·0 (firmest) and stops at 10·0 (softest). We randomly assigned participants firm mattresses (Hs=2·3) or medium- firm mattresses (Hs=5·6). We did clinical assessments at baseline and at 90 days. Primary endpoints were improvements in pain while lying in bed, pain on rising, and disability.
Findings
At 90 days, patients with medium-firm mattresses had better outcomes for pain in bed (odds ratio 2·36 [95% Cl 1·13–4·93]), pain on rising (1·93 [0·97–3·86]), and disability (2·10 [1·24–3·56]) than did patients with firm mattresses. Throughout the study period, patients with medium-firm mattresses also had less daytime low-back pain (p=0·059), pain while lying in bed (p=0·064), and pain on rising (p=0·008) than did patients with firm mattresses.
Interpretation
A mattress of medium firmness improves pain and disability among patients with chronic non-specific low- back pain.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/692593
Die volkstümliche Meinung, dass harte Matratzen für Personen mit Rückenschmerzen am besten geeignet sind, wird durch Resultate einer randomisierten Studie in Zweifel gezogen. Matratzen mittleren Härtegrades milderten die Symptome von Rückenschmerzen effektiver als harte Matratzen.
Sichere Daten, die den optimalen Härtegrad von Bettmatratzen belegen, fehlen; bisherige Forschungsergebnisse zeigten, dass drei Viertel der Orthopäden harte Bettmatratzen empfahlen, um die Rückenschmerzen ihrer Patienten zu mildern. Francisco Kovacs von der Kovacs Foundation in Palma de Mallorca und seine Kollegen untersuchten den Effekt verschiedener Härtestufen von Matratzen auf den Verlauf der klinischen Symptome bei Patienten mit chronischen unspezifischen Rückenschmerzen.
313 Personen erhielten anstatt ihrer eigenen Bettmatratze entweder eine harte (auf einer europäischen Skala für Matratzenfestigkeit mit 2,3 bewertet) oder eine mittelharte Matratze (mit 5,6 bewertet). Den Testpersonen war der in der Studie verwendete Matratzentyp nicht mitgeteilt worden. Die Teilnehmer berichteten über das Ausmaß an verspürten Rückenschmerzen, wenn sie im Bett lagen oder morgens aufstanden, sowie über das Ausmaß ihrer Beeinträchtigung vor und drei Monate nach Start der Studie.
Generell berichteten Teilnehmer, die mittelharte Matzatzen bekommen hatten, etwa doppelt so häufig über eine Besserung ihrer Schmerzen beim Liegen oder morgendlichen Aufstehen, sowie über eine Verminderung ihrer durch Rückenschmerzen bedingten Beeinträchtigung; die Beobachtungen korrelierten auch mit einer geringeren Einnahme schmerzlindernder Medikamente.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Empfehlungen für das tägliche Leben, wie zum Beispiel welche Art von Matratze man benutzen soll, einen relevanten Einfluss auf den klinischen Verlauf von Rückenschmerzen haben können“, kommentiert Francisco Kovacs. „Diese Effekte sollten, ähnlich wie auch bei anderen medizinischen Behandlungen, mit validierten Methoden untersucht werden.“
In einem Begleitkommentar folgert Jenny McConnell von der Universität von Melbourne in Australien: „Die Ergebnisse von Kovacs und seinen Kollegen sind eine Erleichterung für Kliniker, die nicht nur Probleme im täglichen Umgang mit Rückenschmerzpatienten haben, sondern die auch ständig mit der fehlenden Effizienz der klinischen Therapie konfrontiert werden, die ihnen nur sehr wenige validierte Behandlungsoptionen offen lässt.“





