Mortalitätsrisiko und körperliche Aktivität
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Der Zusammenhang zwischen der Gesamtsterblichkeit und verschiedenen
Aktivitätsempfehlungen (moderate vs. hohe Intensität) wird für normal-,
übergewichtige und adipöse Personen untersucht.
Die körperlich aktive Freizeitgestaltung, die Körperlänge und das -gewicht von
3.742 Männern und 3.445 Frauen zwischen 30 und 69 Jahren wurden zwischen
1984 und 1986 per Selbstreport erhoben. Ein Mortalitäts-Follow-up folgte im Jahre
1998. Berechnet wurden die relativen Mortalitätsrisiken inaktiver und aktiver,
normal- und übergewichtiger Männer und Frauen.
Die multivariaten relativen Risikoschätzer (RRs) der normalgewichtigen (BMI
<25), übergewichtigen (BMI 25 bis <30) und adipösen (BMI >=30) Männer
betrugen bei Erreichen mindestens einer der beiden Aktivitätsempfehlungen
(mindestens 2,5 h/w moderat- oder mindestens 1 h/w hochintensiver Aktivität),
0.71 (95%-Konfidenzinterval 0.55 - 0.91), 0.89 (0.70 - 1.13) und 0.79 (0.49 - 1.28). Die
entsprechenden RRs bei den Frauen betrugen 0.57 (0.41 - 0.79), 0.75 (0.50 - 1.11) und
0.30 (0.14 - 0.65). Die RRs wurden für das Alter, den sozio-ökonomischen Status
und für Rauchen, Alkohol, Ernährung sowie kardiovaskuläre Risikofaktoren und
chronische Krankheiten adjustiert. Zusätzliche Analysen zeigten, dass moderatintensive
Alltagsaktivitäten das Sterblichkeitsrisiko bei Frauen stärker minderten
als bei Männern. Befolgen normal und übergewichtige Personen die gängigen
Aktivitätsempfehlungen, so senken sie ihr Risiko frühzeitig zu versterben. Dieser
Befund legt nahe, vor allem Übergewichtigen in erster Linie eine Steigerung der
Aktivität zu empfehlen und sekundär eine Gewichtsreduktion.





