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Sie sind hier: Startseite Materialien für Rückenschullehrer Aktuelle Studien zu Rückenschule, Rückengesundheit und Rückenschmerz Mortalitätsrisiko und körperliche Aktivität

Mortalitätsrisiko und körperliche Aktivität

Bucksch J, Schlicht W. Reduziert sich das Mortalitätsrisiko sowohl für normal-als auch übergewichtige Personen durch körperliche Aktivität? Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 2010; 61(3): 72-78

Vollständiger Artikel unter

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage_Dateien_0310/pdfe/originalia_bucksch_0310.pdf

Der Zusammenhang zwischen der Gesamtsterblichkeit und verschiedenen

Aktivitätsempfehlungen (moderate vs. hohe Intensität) wird für normal-,

übergewichtige und adipöse Personen untersucht.

Die körperlich aktive Freizeitgestaltung, die Körperlänge und das -gewicht von

3.742 Männern und 3.445 Frauen zwischen 30 und 69 Jahren wurden zwischen

1984 und 1986 per Selbstreport erhoben. Ein Mortalitäts-Follow-up folgte im Jahre

1998. Berechnet wurden die relativen Mortalitätsrisiken inaktiver und aktiver,

normal- und übergewichtiger Männer und Frauen.

Die multivariaten relativen Risikoschätzer (RRs) der normalgewichtigen (BMI

<25), übergewichtigen (BMI 25 bis <30) und adipösen (BMI >=30) Männer

betrugen bei Erreichen mindestens einer der beiden Aktivitätsempfehlungen

(mindestens 2,5 h/w moderat- oder mindestens 1 h/w hochintensiver Aktivität),

0.71 (95%-Konfidenzinterval 0.55 - 0.91), 0.89 (0.70 - 1.13) und 0.79 (0.49 - 1.28). Die

entsprechenden RRs bei den Frauen betrugen 0.57 (0.41 - 0.79), 0.75 (0.50 - 1.11) und

0.30 (0.14 - 0.65). Die RRs wurden für das Alter, den sozio-ökonomischen Status

und für Rauchen, Alkohol, Ernährung sowie kardiovaskuläre Risikofaktoren und

chronische Krankheiten adjustiert. Zusätzliche Analysen zeigten, dass moderatintensive

Alltagsaktivitäten das Sterblichkeitsrisiko bei Frauen stärker minderten

als bei Männern. Befolgen normal und übergewichtige Personen die gängigen

Aktivitätsempfehlungen, so senken sie ihr Risiko frühzeitig zu versterben. Dieser

Befund legt nahe, vor allem Übergewichtigen in erster Linie eine Steigerung der

Aktivität zu empfehlen und sekundär eine Gewichtsreduktion.

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