Nackenschmerz Klinische und radiologische Befunde im Vergleich zur Schmerztopik
Krasny C, Tilscher H, Hanna M. Nackenschmerz Klinische und radiologische Befunde im Vergleich zur Schmerztopik. Orthopäde 2005; 34: 65-74
http://www.springerlink.com/content/l7ddwpu2j3n10qmw/
Abstract
Die Diagnose
Zervikalsyndrom
definiert eindeutig eine Schmerztopik. Als OCS (oberes Zervikalsyndrom) bezeichnet man ein in der kranialen Hälfte der HWS lokalisiertes Schmerzgeschehen mit oder ohne Ausstrahlung nach okzipital. Bei Schmerzen in der kaudalen Hälfte der HWS mit Ausstrahlung in die obere Extremität und Interskapularregion liegt ein UCS (unteres Zervikalsyndrom) vor. Das OUCS (oberes- und unteres Zervikalsyndrom) bezeichnet die Kombination beider Schmerzlokalisationen.
Topical pain descriptions of the neck are summarized under the unspecific diagnosis
cervical syndrome
(CS). Neck pain localized in the cranial half of the cervical spine attended with occipital extension is defined as
cervicocephalic syndrome
(OCS). Pain concerning the caudal half with extention in both upper limbs or into the interscapular region is called
cervicobrachial syndrom
(UCS). The combination of both syndromes is described as
cervicocephalic and -brachial syndrom
(OUCS).
Zervikalsyndrom
definiert eindeutig eine Schmerztopik. Als OCS (oberes Zervikalsyndrom) bezeichnet man ein in der kranialen Hälfte der HWS lokalisiertes Schmerzgeschehen mit oder ohne Ausstrahlung nach okzipital. Bei Schmerzen in der kaudalen Hälfte der HWS mit Ausstrahlung in die obere Extremität und Interskapularregion liegt ein UCS (unteres Zervikalsyndrom) vor. Das OUCS (oberes- und unteres Zervikalsyndrom) bezeichnet die Kombination beider Schmerzlokalisationen.
Die 75 Patienten der retrospektiv durchgeführten Kohortenstudie zeigten eine Verteilung OCS : UCS : OUCS von 1:20:17. Begleitsymptome wie Kopfschmerz, Vertigo oder Tinnitus waren bei 34,7% der Patienten zu finden. Nur bei 4% lagen Symptome einer radikulären Läsion vor. Manualmedizinisch ließen sich in den Segmenten C2–3 (81,4%) und C3–4 (66,7%) die meisten Funktionsstörungen tasten. Blockierungen waren im Verhältnis 6:1 deutlich häufiger als hypermobile Funktionsstörungen. Die radiologische Analyse der HWS zeigte die meisten Veränderungen in den Segmenten C4–5 und C5–6. Dabei überwogen degenerative Veränderungen. Die ausgeprägte Diskrepanz zwischen der segmentalen Verteilung der Funktionsstörungen und den segmentbezogenen röntgenmorphologischen Auffälligkeiten wurde statistisch signifikant bewiesen. Somit sind dem klinischen Bild des Zervikalsyndroms meist Funktionsstörungen zuzuordnen, die mit strukturellen Veränderungen nicht korrelieren müssen.
cervical syndrome
(CS). Neck pain localized in the cranial half of the cervical spine attended with occipital extension is defined as
cervicocephalic syndrome
(OCS). Pain concerning the caudal half with extention in both upper limbs or into the interscapular region is called
cervicobrachial syndrom
(UCS). The combination of both syndromes is described as
cervicocephalic and -brachial syndrom
(OUCS).
The retrospective analyzed cohort of 75 patients showed a distribution of incidence of 1:20:17 of OCS : UCS : OUCS. Symptoms like headache, vertigo or tinnitus were reported in 34,7% of all cases, only 4% had MRI documented radicular lesions. Functional disturbances showed a maximum in the segments C2–3 (81,4%) and C3–4 (66,7%). Segmental blockades occurred 6 times more frequently than segmental hyper-mobility. Most of the radiological findings were localized in the vertebral segments C4–5 and C5–6, degenerative disc and joint diseases were predominant. The distribution of functional disturbances and radiological findings of the vertebral segments showed no significant coincidence. Therefore this study proved that there are no correlations between manual-medical findings and radiological results related to the subtypes of chronic neck pain.





