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Neuromuskuläres Training in der Therapie von Sportverletzungen: eine systematische Übersicht.

Zech A, Hübscher M, Vogt L, Banzer W, Pfeifer K. Referat Nr. 31 (Poster), Sitzung PO-1 (24.09.2009, 11:15 Uhr). Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin: 176

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Einleitung: Obwohl das neuromuskuläre Training als essentiell für die erfolgreiche funktionelle

Wiederherstellung nach Sporttraumen (z.B. Kreuzbandverletzung, Sprunggelenksverstauchungen)

beschrieben wird, konnte anhand der zurückliegenden Literatur bisher keine eindeutige

Wirksamkeit nachgewiesen werden. Ziel der Übersichtsarbeit war es, durch eine systematische

Literaturrecherche und Einordnung der Studien hinsichtlich ihrer methodischen Qualität die

derzeitige Evidenzlage neuromuskulären Trainings nach Sportverletzungen zu klären.

Methodik: Die Literatursuche, methodische Bewertung und Exzerpierung der Primärstudien

erfolgte systematisch durch zwei unabhängige Gutachter. Recherchiert wurde – unter

Berücksichtigung zuvor festgelegter Einschlusskriterien – in den Datenbanken SCOPUS,

MEDLINE, EMBASE und PEDro (1966 bis Oktober 2008) sowie in den Literaturreferenzen

relevanter Studien. Berücksichtigt wurden randomisierte kontrollierte Studien (RCT) und nichtrandomisierte kontrollierte Studien (CT), die das neuromuskuläre Training entweder mit einer

anderen Trainingsform oder mit einer Kontrollgruppe verglichen. Geeignete Studien wurden in

Anlehnung an van Tulder [2003] einer Überprüfung der methodischen Qualität unterzogen.

Ergebnisse: Die Literaturrecherche und Volltextanalyse ergab 38 relevante Studien, von denen 15

(13 RCTs, 2 CTs) den Einschlusskriterien entsprachen. Die Bewertung der methodischen Qualität

lag im Mittel bei 3,5±1,5 von maximal 9 erreichbaren Punkten. Die Ergebnisse der Übersichtsarbeit

zeigen, dass neuromuskuläres Training in der Therapie von Sportverletzungen hinsichtlich der

Verbesserung der Gelenksfunktionalität, der Reaktionszeit der Kniebeugemuskulatur und der

Sprungleistung effektiv ist und zu einer Verringerung der Wiederverletzungsrate und der ‘Giving

way’ Ereignisse führt. Widersprüchliche Ergebnisse bzw. keine Effekte neuromuskulären Trainings

wurden für die Outcomes Gleichgewichtsfähigkeit, Gelenksstellungssinn, Reaktionszeiten des M.

tibialis anterior und M. peroneus longus, Maximalkraft und EMG Aktivität unterschiedlicher

Muskelgruppen der unteren Extremität und Gelenkbeweglichkeit festgestellt.

Diskussion: Die systematische Übersichtsarbeit konnte aufzeigen, dass neuromuskuläres Training

in der Rehabilitation von operativ oder konservativ versorgten Knie- und

Sprunggelenksverletzungen zu einem deutlich verringerten Wiederverletzungsrisiko und einer

verbesserten Gelenksfunktionalität führt.

Diese Studie wurde vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) unterstützt.

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