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Plyometrisches Training – Sprung- und Kniebelastung

Albert Gollhofer aus BISp-Jahrbuch – Forschungsförderung 2008/09

Problemstellung
Knie- und Sprunggelenksverletzungen sind die häufigsten Verletzungen im Sport.
Auffällig ist, dass beide Verletzungsbilder zumeist ohne Gegnerkontakt zustande
kommen (Arendt & Dick, 1995). Dieses Phänomen des Gelenktraumas ohne Gegnereinwirkung
ist von besonderem Interesse und lässt vermuten, dass die muskuläre
Ermüdung eine wesentliche Rolle in der Ätiologie von Gelenksverletzungen
spielt. So fanden beispielsweise Price et al. (2004) heraus, dass sich Fußballspieler
am häufigsten in den letzten 15 Minuten des Fußballspiels eine Verletzung zuzogen.
Eine Verbesserung der Ermüdungsresistenz durch verletzungspräventives Training
könnte die o. g. Kausalität auflösen und zu einer verringerten Verletzungsinzidenz
führen. Obwohl einzelne Studien bereits positive Effekte hinsichtlich der Verletzungsrate
infolge eines plyometrischen Trainings beschreiben (Hewett et al. 1999, Gilchrist
et al., 2008; Mandelbaum et al., 2005), fehlte bisher eine genauere Betrachtung
der Gelenksbelastung der unteren Extremität nach einem mehrwöchigen plyometrischen
Training in einer Bewegungssituation mit muskulärer Ermüdung. Dieser
Zusammenhang wurde in dieser Studie (1. Ziel) innerhalb einer fußballspezifischen
Bewegung untersucht. Ein weiterer Faktor, der eine große Rolle bei der Ätiologie
von Gelenksverletzungen zu spielen scheint, ist die Güte des Landeverhaltens bzw.
der Charakter des Untergrundes (Dufek & Bates, 1991). Orchard (2002) geht davon
aus, dass sich bei harten Böden (wenig Niederschlag) mehr non-contact VKB-Rupturen
ereignen als bei weicheren Böden. Diesem Gesichtspunkt wurde Rechnung
getragen (2. Ziel), indem in allen Testsituationen die gewählte fußballspezifische
Bewegung einerseits auf einem harten Untergrund und anderseits auf einem weichen
Untergrund durchgeführt wurde. Ferner ist die Bewegungsgeschwindigkeit
ein essentieller Faktor der resultierenden Gelenksbelastung (Chappell et al., 2005).
Demzufolge wurde zusätzlich der Einfluss der Bewegungsgeschwindigkeit auf die
Gelenksbelastungen evaluiert (3. Ziel). Aufgrund aktueller Tendenzen der Forschung
wurde schwerpunktmäßig die Kniegelenksbelastung betrachtet.

Fulltext nachzulesen unter

http://www.bisp.de/nn_113306/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb__200809__Artikel/Gollhofer__37,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Gollhofer_37.pdf

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