Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Materialien für Rückenschullehrer Aktuelle Studien zu Rückenschule, Rückengesundheit und Rückenschmerz Schadet Marathonlaufen dem Gastrointestinalen System?

Schadet Marathonlaufen dem Gastrointestinalen System?

Mooren FC, Stein B. Schadet Marathonlaufen dem Gastrointestinalen System? Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 2011; 62(9): 304-309

Fulltext

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/archiv2011/heft09/spomed_9_11_pdfe/304_uebersicht_mooren.pdf

Belastungsinduzierte gastrointestinale Beschwerden sind seit geraumer Zeit vor
allem von Langstreckenläufern bekannt. Trotz ihrer recht hohen Inzidenz und
ihrer großen Bedeutung in der medizinischen Praxis gehört der Gastointestinaltrakt
nach wie vor zu den Randgebieten der sportmedizinischen Forschung.
Gerade Läufer leiden häufig an Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen, einer
Refluxsymptomatik
oder der sogenannten Läuferdiarrhoe mit teilweise mikrooder
sogar makroskopischen Blutungen. Bei einem großen Teil der Athleten ist ihr
Auftreten so stark ausgeprägt, dass sie als trainingsbeeinträchtigend und zum Teil
als leistungslimitierend beschrieben werden. Die Einflussfaktoren auf ihre Entstehung
sind sehr vielschichtig und reichen von Alter und Geschlecht über Qualität
und Quantität der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme bis hin zu Trainingsintensität
und -umfang. Die pathophysiologischen Mechanismen, die hinter der
Entstehung dieser Beschwerden stehen, sind bis dato nicht vollständig geklärt. In
den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt der Forschung vor allem auf Faktoren,
wie neurohormonellen Veränderungen, Alterationen der Magen-Darm-Motilität
sowie möglichen mechanischen Komponenten. Neuere Daten zeigen, daß es
vermutlich der belastungsinduzierte Durchblutungsshift mit konsekutiver Minderperfusion
des enteralen Gefäßsystems ist, der zur Erhöhung der gastrointestinalen
Permeabilität mit mehr oder weniger ausgeprägtem Gewebeschaden führt.
Schließlich werden in der vorliegenden Arbeit noch Handlungsempfehlungen aus
medizinischer, trainingswissenschaftlicher und ernährungsphysiologischer Sicht
thematisiert, die auf die Prävention und Therapie belastungsinduzierter gastrointestinaler
Beschwerden zielen.

Artikelaktionen
Fort- und Weiterbildungen 2012

Gruppenbild DSHS 2011

Mehr zum Programm und Anmeldung

Das Standardwerk der Neuen Rückenschule

Neue Rückenschule klein

"Die neuen Standards" (Schmerzmedizin)