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Sport und Bewegung von 11- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schülern in der Schweiz

Annaheim B, Schmid H, Kuntsche E. Sport und Bewegung von 11- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schülern in der Schweiz. Forschungsbericht Nr.41. Lausanne: SFA 2006

http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/rr41_einleitung.pdf

Zusammenfassung

Erkenntnisse über die Intensität und die Häufigkeit des Sportverhaltens und der körperlichen Aktivität sowie über deren Zusammenhänge mit Lebensstilen bei 11- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schülern in der Schweiz sind für Politik, Wissenschaft und Praxis von entscheidender Bedeutung. Dabei erscheint es sinnvoll Sport und körperliche Aktivität, welche gemäss Definition nebst Sport auch andere, weniger formelle Aktivitäten wie schnelles Gehen, Spielen und Herumtoben mit Freunden etc. umfasst, nicht gleichzusetzen.

Der vorliegende Bericht hat zum Ziel, Intensität und Häufigkeit des Sportverhaltens zu beschreiben und Trendveränderungen zwischen den Untersuchungswellen von 1998 und 2002 aufzuzeigen. Bezüglich der körperlichen Aktivität erlaubt die Untersuchung auch internationale Vergleiche zur Einhaltung von Empfehlungen zu einem Mindestmass an Bewegung.

Hauptfragestellung des Berichts ist die Beschreibung von Zusammenhängen von Sport und Bewegung zu anderen lebensstilrelevanten Bereichen der Ernährung, des Übergewichts, des Körperbilds, der körperlichen Beschwerden, des psychischen Wohlbefindens, des Unfallgeschehens, des Konsums von Alkohol, des Konsums von Zigaretten, des Konsums von Cannabis, des Konsums von andern psychoaktiven Substanzen und der subjektiven Gesundheit.

Die im vorliegenden Bericht dargestellten Ergebnisse beruhen auf Zahlen der alle vier Jahre stattfindenden internationalen Untersuchung " Health Behaviour in School-aged Children" (HBSC). Die Stichprobe der Befragung 2002 beinhaltet 10’197 Schüler und Schülerinnen. Die Stichprobe kann als global repräsentativ für die gesamte Schweiz angesehen werden. Bei den Schülerinnen hat zwischen 1998 und 2002, sowohl die Häufigkeit (1998: 24.8%; 2002: 29.3% mindestens viermal pro Woche) als auch die Intensität (1998: 24.6%; 2002: 30.1% mindestens vier Stunden pro Woche) sportlicher Aktivität leicht zugenommen. Bei den Schülern treiben im Jahr 2002 52.8% häufig Sport und 53.3% besonders intensiv. Veränderungen zu 1998 sind bei den Schülern nicht systematisch.

Für das Jahr 2002 sind 37.5% aller Schüler und 26.3% aller Schülerinnen zwischen 11 und 16 Jahren körperlich aktiv, d.h. dass sie sich an mindestens fünf Tagen pro Woche für mindestens 60 Minuten körperlich betätigen. Die Schweiz liegt im internationalen Vergleich damit im oberen Teil des Mittelfelds.

Abgesehen vom Unfallgeschehen pflegen körperlich aktive Jugendliche in vielen Bereichen ihres Lebens einen gesunden Lebensstil. Im Vergleich zu nicht körperlich aktiven Schülerinnen

und Schülern, ernähren sie sich gesünder, essen häufiger Früchte bzw. Gemüse, sind weniger häufig übergewichtig, verfügen über ein positiveres Körperbild, haben seltener psychische Beschwerden, rauchen seltener und klagen seltener über eine schlechte Gesundheit im Allgemeinen. Intensiv Sport treibende Jugendliche pflegen hingegen nicht in allen Bereichen einen gesunden Lebensstil.

Unter Einbezug der ansteigenden Raten an Übergewichtigkeit bei Jugendlichen auf der einen Seite und des hohen Unfallrisikos bei aktiven Jugendlichen auf der anderen Seite, schlagen wir ein optimales Mass an körperlicher Aktivität von mindestens 60 Minuten täglich an höchstens fünf bis sechs Tagen in der Woche vor. Gleichzeitig ist auch auf die Rahmenbedingungen zur Förderung körperlicher Aktivität zu achten.

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