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Vibrationstraining als Therapie bei chronischen Rückenschmerzpatienten im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge

Clauß J, Heitkamp HC, Rapp W, Grau S, Horstmann T. Referat Nr. 136 (Poster), Sitzung PO-6 (24.09.2009, 14:45 Uhr). Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009): 203

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Vibrationstraining kann zum Kraftaufbau insbesondere bei Untrainierten herangezogen werden.

In früheren Untersuchungen erbrachten wir den Nachweis der Aktivierung der Rückenmuskulatur

mittels EMG in Abhängigkeit von bestimmten Positionen auf der Vibrationsplatte. Ob ein

zehnwöchiges Trainingsprogramm zu einer Reduktion der chronischen Rückenschmerzen in

Verbindung mit einem Kraftzuwachs der Rumpfmuskulatur führt, war das Ziel der Untersuchung.

Insgesamt stellten sich 45 Personen zur Verfügung, 15 wurden in eine Kontrollgruppe (K, 8m, 7w)

und 30 in die Vibrationstrainingsgruppe (VT, 14m, 16w) randomisiert. Vor und nach dem Training

wurden die Kraft der wirbelsäulenbegleitenden Muskulatur und die Beweglichkeit in den gleichen

Bereichen auf David-Geräten gemessen sowie der Pain Disability Index (PDI), der Brief Pain

Inventory (BPI), die Schmerzlokalisation und die Schmerzen mittels Schmerztagebuch erfasst. Das

Training fand zweimal pro Woche auf einer als Ganzes schwingenden Vibrationsplattform

(Biocomfort) in Form von acht Übungen mit statischer Positionierung innerhalb von fünfzehn

Minuten statt. Das Training wurde ausgehend von 25 Hz über 30 s progressiv auf 45 Hz bei 60 s

gesteigert.

Bedingt durch das Training in der Firma in der Mittagspause oder nach der Arbeit wurde eine sehr

hohe Compliance von 99% erreicht. Ausgehend von im Mittel 180 Nm steigerte sich die

Extensionskraft auf 216 Nm und die Flexionskraft von 114 auf 127 Nm sowie die Lateralflexion

nach rechts von 86 auf 113 Nm, nach links von 87 auf 111 Nm, die Rumpfrotation nach rechts von

79 auf 94, nach links von 92 auf 110 Nm. Bis auf die Beweglichkeit in der Flexion, bei der sich ein

Ceilingeffekt zeigte, fand sich auch in allen Ebenen eine hochsignifikante Steigerung der

Beweglichkeit nach Vibrationstraining bei allerdings absolut wenig ausgeprägtem Zuwachs in der

Flexion, von 52 auf 54, in der Seitneigung rechts von 50 auf 54, nach links von 60 auf 67, in der

Rotation nach rechts von 46 auf 51, in der Rotation nach links von 55 auf 56°. Die Kontrollgruppe

blieb in den Beweglichkeitsmessungen unverändert und, bis auf die Lateralflexion nach links,

ebenso bei dem Kraftzuwachs.

Das Schmerztagebuch wies einen deutlichen Abfall der Schmerzen im Verlauf der

Trainingsperiode bei VT nach. Ein Unterschied zwischen den Geschlechtern fand sich nicht. Der

PDI zeigte eine Verbesserung in allen sechs Bereichen und der BPI bei Schmerzen in den letzten 5

Wochen einen Rückgang der Schmerzintensität. Die Beeinträchtigung durch die Schmerzen ging

hochsignifikant zurück, in der Kontrollgruppe kaum.

Vibrationstraining mit den hier vorgegebenen Positionen erzielt bei Männern und Frauen mit

chronischen Rückenschmerzen einen deutlichen Erfolg in Hinblick auf die Schmerzen und der

dadurch bedingten Beeinträchtigung in Beruf und Alltag.

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