Wirkungen eines sanften Gerätetrainings während stationärer Rehabilitation bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Heft1108/reussborst.pdf
Ziel: Objektivierung der Wirkung eines sanften Gerätetrainings während stationärer
Rehabilitation wegen chronischer Rückenschmerzen bezüglich Wirbelsäulenbeweglichkeit
und Kraftentwicklung der Rumpf- und Rückenmuskulatur.
Patienten und Methoden: Daten von 83 Patienten (mittleres Alter: 42±10 Jahre
wurden retrospektiv analysiert. Wirbelsäulenmobilität und isometrische Maximalkraft
(isoMK) in allen Bewegungsebenen wurden zu Beginn und am Ende
der Rehabilitationsmaßnahme (mittlere Dauer: 15,6±4,2 Tage) bei allen Patienten
gemessen. Neben den Zielparametern wurden auch demografische Daten erfasst
und deskriptiv unter Angabe von Mittelwerten, Standardabweichungen, Häufigkeiten
und 95%-Konfidenzintervallen ausgewertet. Ergebnisse: Die isoMKAusgangswerte
waren in allen Ebenen gegenüber den Sollwerten reduziert, am
meisten beeinträchtigt war die Seitneigung (ca. 70% des Sollwertes). Die Mobilität
war in allen Ebenen gut (Extension/Flexion bzw. Rotation ca. 90%, Seitneigung
115% des Sollwertes). Nach 3-wöchigem Training war sowohl bei der isoMK als
auch in der Mobilität in allen Ebenen eine signifikante Verbesserung (p<0,05) zu
verzeichnen. Dabei lag die Verbesserung der Mobilität bei 3° - 9° und der Kraftzuwachs
bei 17 -43% abhängig von der Bewegungsrichtung. Diskussion: Bereits
unter den Bedingungen einer 3-wöchigen stationären Rehabilitation lassen sich
mit Trainingsmaßnahmen zur Steigerung der Kraftausdauer bei meist untrainierten
Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, signifikante Verbesserungen
der isometrischen Maximalkraft der Rumpfmuskulatur sowie der Mobilität der
Wirbelsäule nachweisen.





