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Zusammenhang von funktionellen Störungen der Sprunggelenkeund dem Auftreten von Schmerzzuständen der Lendenwirbelsäule und der unteren Extremität.

Schmidt T, Kauschke K, Braumann K-M, Reer R. Referat Nr. 141 (Poster), Sitzung PO-6 (24.09.2009, 15:10 Uhr). Jahrgang 60, Nr. 7-8 (2009) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 204

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/Homepage070809neu/abstracts_komplett.pdf

Einleitung: Funktionelle Störungen des Bewegungsapparates bzw. der funktionellen

Bewegungsketten können Ursache vieler Schmerzzustände und Überlastungssyndrome sein. Eine

manualtherapeutische Diagnostik erlaubt das Auffinden solcher funktionellen Störungen. Die

kausalen Zusammenhänge solcher funktionellen Störungen sind nach wie vor unklar. Im Rahmen

dieser Untersuchung sollen mögliche Zusammenhänge einer funktionellen Störung der

Sprunggelenke mit Problemen der Bewegungskette der unteren Extremität und der

Lendenwirbelsäule untersucht werden. Material-Methoden: Bei 100 Athleten des A-D Kaders aus

verschiedenen Sportarten des Olypmpiastützpunktes Kiel/Schleswig Holstein wurden eine

manualtherapeutische Untersuchung der Sprunggelenke und eine visuelle Begutachtung einer

funktionellen Beinachsenstabilität durchgeführt. Im Rahmen der Anamnese wurde das Auftreten

von Rückenschmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich bzw. Beschwerden der unteren Extremität

erfasst. Ergebnisse: 37% der Athleten gaben an, innerhalb des letzten Jahres an Schmerzen im

Bereich der Lendenwirbelsäulen gelitten zu haben. Davon litten 3% zusätzlich an

Schmerzzuständen im Bereich der unteren Extremität. Davon konnten bei 35% eine Blockierung

im Bereich der Sprunggelenke nachgewiesen werden. 24% konnten keine adäquate Beinachse

aufbauen. Bei 10% trat eine Blockierung in Kombination mit einer inadäquaten Beinachse auf. Bei

den Athleten ohne Rückenschmerzen konnte bei 32% eine Blockierung im Bereich der

Sprunggelenke nachgewiesen werden. 27% konnten keine adäquate Beinachse aufbauen. Bei 23%

trat eine Blockierung in Kombination mit einer inadäquaten Beinachse auf. 17% litten an

Schmerzzuständen im Bereich der unteren Extremität. Von allen Athleten mit Schmerzzuständen

im Bereich der unteren Extremität konnte bei 64% eine Blockierung, bei 44% eine inadäquate

Beinachse und bei 34% beides in Kombination nachgewiesen werden. Schlussfolgerung: Der

prozentuale Anteil von Blockierungen im Bereich der Sprunggelenke und einer inadäquaten

Beinachse bzw. deren Kombination liegt bei den Athleten mit Rückenschmerzen im gleichen

Bereich wie bei den Athleten ohne Rückenschmerzen. Eine Blockierung im Bereich der

Sprunggelenke oder eine inadäquate Beinachsenstabilität scheint somit kein wesentlicher Faktor

für das Auftreten von Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule bei Athleten zu sein. Auffällig

ist der relativ hohe Anteil von Athleten mit Blockierungen im Bereich der Sprunggelenke, welche

an Schmerzzuständen der unteren Extremität litten. Funktionelle Störungen der Sprunggelenke

scheinen somit in der Pathogenese von Schmerzzuständen im Bereich der unteren Extremität eine

Rolle zu spielen und sollten daher möglichst früh manualtherapeutisch behandelt werden.

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