Kursleiter/-in Multimodale Stressbewältigung
Ermutigt durch die erfolgreichen Fortbildungen zum Kursleiter Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation bietet das Forum Gesunder Rücken e.V., die Karlsruher Rückenschule und die Dr.Geue Seminare die erweiterte Zusatzqualifikation „Kursleiter/-in Multimodale Stressbewältigung“ an.
Das Forum Gesunder Rücken e.V. ((http://www.forum-ruecken.de), die Karlsruher Rückenschule (http://www.dierueckenschule.de/), Dr.Geue Seminare (http://www.geue-seminare.de/) bilden im Rahmen ihrer Weiterbildungsprogramme Sportwissenschaftler (Diplom, Staatsexamen, Magister, Master, Bachelor), Sport- und Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Erzieher und Gesundheitspädagogen zum Kursleiter/-in Stressbewältigung weiter.
Psychosozialer Stress stellt einen bedeutsamen (mit-)verursachenden, auslösenden oder aggravierenden Faktor für viele der heute sozialmedizinisch besonders relevanten kardio-vaskulären, muskulo-skeletalen, immunologischen, psychosomatischen und psychischen Erkrankungen dar (Rensing, L. et a. 2006). Ein wirksames Stressmanagement ist deshalb für Gesundheit und Wohlbefinden des Einzelnen von großer Bedeutung. Hier haben sich Maßnahmen zur multimodalen Stressbewältigung im Sinne des GKV-Leitfadens 2010 bewährt. Sie folgen dem Präventionsprinzip: „Förderung individueller Kompetenzen der Belastungsverarbeitung zur Vermeidung stressbedingter Gesundheitsgefahren“ und können von den Krankenkassen bezuschusst werden können.
Konzept multimodale Stressbewältigung
Unser multimodales Weiterbildungskonzept orientiert sich in inhaltlicher Qualifikation und zeitlichem Umfang an anderen anerkannten Anbietern, insbesondere:
- „Gelassen und sicher im Stress" (G. Kaluza) - 4 Tage mit 40 UE,
- „Der erfolgreiche Umgang mit täglichen Belastungen" (A. Kessler/IFT) - 3 Kurstage mit 24 UE,
- „Aktive Entspannung und Stressbewältigung" (A. Wagner-Link) - 4 Kurstage mit 32 UE.
Diese wurde uns explizit von der DAK (17.10.2007) auch als Orientierungshilfe für die Anerkennung von Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Stressbewältigung genannt.
Die mit dieser Ausbildung erworbene Zusatzqualifikation Stressbewältigung entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen des Leitfadens Prävention der gesetzlichenr Krankenkassen ( „Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder…….in der Fassung vom…“). Somit entsprechen die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfallprüfung bei bestehender Grundqualifikation der im Leitfaden Prävention der GKV geforderten Zusatzqualifikation.
Somit wird die Zusatzqualifikation unter Maßgabe einer Einzelprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V als spezifische Qualifikation anerkannt.
Der Prüfauftrag der Kassen (VDAK) bezieht sich lediglich auf die Anerkennungsfähigkeit von Absolventen... und .. nicht auf die Prüfung der Anerkennungsfähigkeit von Aus- bzw. Weiterbildungseinrichtungen...
Anerkennungsfähig im Rahmen der Primärprävention sind Kursmaßnahmen, die
- für den Bereich der 'Stressbewältigung' zugelassen sind (Multimodale Stressbewältigungsseminare, analog den Programmen von Kaluza und von Kessler
- für den Bereich der Entspannung zugelassen sind
- als geschlossene Kursmaßnahmen mit einem festen Teilnehmerkreis konzipiert ist
- sich an Gesunde richtet
- zwischen 12-15 Teilnehmer haben
- eine Dauer von 8-12 Treffen umfassen (Brief DAK/ VDAK 17.10.2007 an die Karlsruher Rückenschule / Forum Gesunder Rücken)
Für den Kurs können, vorbehaltlich der Entscheidung der Krankenkassen, 40 Fortbildungspunkte angerechnet werden.
Weiterbildung Kursleiter/in Stressbewältigung in Karlsruhe
Artikel Erste Forum Fortbildung Kursleiter/in Stressbewältigung in Karlsruhe Artikel Stressbewältigung Säule 09.08
1. Kooperationspartner der Weiterbildung
Forum Gesunder Rücken (http://www.forum-ruecken.de/)
- Karlsruher Rückenschule (http://www.dierueckenschule.de/)
- Dr. Geue Seminare (http://www.geue-seminare.de/)
- Institut für Sportwissenschaft UNI Darmstadt (http://www.ifs-tud.de/)
2. Referenten der Fortbildung
Durchgeführt wird die Veranstaltung von Dr. Bernhard Geue (Diplom-Psychologe, Klinischer Psychologe BDP, Supervisor BDP, Bad Mergentheim).
3. Zielgruppe:
Zur Durchführung von Entspannungsmaßnahmen kommen laut den Rahmenrichtlinien der Krankenkassen Fachkräfte aus dem Bereich der psychosozialen Gesundheit in Betracht, insbesondere
- Psychologen (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor),
- Pädagogen (Abschlüsse: Diplom, Magister, Lehrer mit 1. u. 2. Staatsexamen),
- Sozialpädagogen/Sozialarbeiter (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor),
- Sozialwissenschaftler (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor),
- Gesundheitswissenschaftler (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor) und
- Ärzte
- alle mit einer Zusatzqualifikation im Bereich Stressreduktion (Nachweis einer entsprechenden Trainingsleiterqualifikation in „Progressive Relaxation“ oder „Autogenes Training ) (GKV 2008).
- Der BKK Bundesverband erkennt auch Dipl.- Sportlehrer und Sportwissenschaftlern (Dipl.-, Master, Bachelor, Staatssexamen) als Grundqualifikation für Stressbewältigung an.
- Sport- und Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Erzieher mit Zusatzqualifikation (AT, PM) sind für die Kursleiterweiterbildung des Forums ebenfalls zugelassen. Allerdings müssen sie die Förderungswürdigkeit individuell selbst mit Ihrer Kasse Vorort klären (s.o Anerkennungsfähigkeit der Absolventen).
Für die Weiterbildung sind ca. 12-15 Teilnehmer zugelassen.
4. Ziele der Fortbildung
Ziel: Die Teilnehmer werden befähigt, Kurse zur individuellen Stressbewältigung durchzuführen, die ein breites Bewältigungsrepertoire und eine möglichst hohe Flexibiltät im Umgang mit Stressbelastungen ermöglichen; dadurch sollen insbesondere die negativen Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit aufgrund von chronischen Stresserfahrungen vermieden werden.
Zu diesem Zweck vermittelt der Kurs sowohl die theoretischen Grundlagen von Stress wie auch Techniken zum instrumentellen, kognitiven und palliativ-regenerativen Stressmanagement. Dies geschieht auf der Grundlage anerkannter Konzepte zur multimodalen Stressbewältigung (u. a. Kaluzza 2005).
Die Teilnehmer sind nach erfolgreichem Abschluss des Kurses in der Lage, Personen ohne behandlungsbedürftige psychische oder psychiatrische Erkrankungen in „Stressbewältigung“ anzuleiten.
Abschluss: Zertifikat Kursleiter/-in Stressbewältigung
"Die mit dieser Ausbildung erworbene Zusatzqualifikation Stressbewältigung entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen des Leitfadens Prävention der gesetzlichenr Krankenkassen ( „Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder…….in der Fassung vom…“). Somit entsprechen die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfallprüfung bei bestehender Grundqualifikation der im Leitfaden Prävention der GKV geforderten Zusatzqualifikation.
5. Inhalte der Fortbildung
1. Allgemeines zum Seminar
2. Allgemeine Einführung
- Physiologische, psychologische, soziale und zivilisatorische Grundlagen von Stress
- Persönliche Stresswahrnehmung und psycho-physische Selbstregulation
- Mit Stress umgehen lernen: Vorteile und Nutzen der multimodalen Stressbewältigung
- Veränderungsmanagement und vernetztes Handeln im Alltag
- Erfolgsbedingungen für positive Veränderungen: Abbau von Selbstblockaden, Selbstmotivation und Zielorientierung
3. Einführung in die Methoden der Stressbewältigung
- Instrumentelles Stressmanagement (ISM): Reduktion und Ausschaltung von Stressoren
- Kognitives Stressmanagement (KSM): Änderung von Motiven, Einstellungen und Bewertungen
- Palliativ-regeneratives Stressmanagement (PSM): Entspannungstechniken, Selbstmanagement und sozial-kommunikative Kompetenz
- Grenzen und Möglichkeiten der Methoden
- Vernetzung der verschiedenen Methoden im Alltag
- Erstellung persönlicher Projektpläne zur Stressbewältigung
- Möglichkeiten zur Selbstmotivation und Bewältigung von Hindernissen bei der praktischen Umsetzung
4. Planung, Durchführung und Evaluation eines Kurses „Stressbewältigung“
- Didaktische und methodische Grundlagen zur Gestaltung des Kurses
- Aufbau und Verlauf einer Übungsstunde
- Dauer der jeweiligen Einheiten, dramaturgischer Aufbau
- Inhaltliche und didaktische Strukturierung der Inhalte
- Gestaltung der Übungs- und Trainingssequenzen
- Hinweise und Materialien für die Teilnehmer
- Übungen für die Teilnehmer zum Transfer der Methoden im Alltag
5. Auftreten und Verhalten des Kursleiters
- Kommunikation mit den Teilnehmern
- Umgang mit kritischen Situationen
6. Qualitätssicherung und Evaluation
7. Aufbau, Organisation und Finanzierung eines Kurses „Stressbewältigung“
8. Selbsterprobung und Gruppenübungen
9. Erfahrungsaustausch und Gespräch
10. Lehrproben
Methoden: Wissensvermittlung (Handlungs- und Effektwissen) durch Vortrag und Erarbeitung in Gruppen, Verbale Anweisungen und Demonstration, Eigenrealisation der Teilnehmer unter Anleitung (Selbsterprobung), Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, Reflexion und Feed-back
6. Umfang der Fortbildung
Der zeitliche Umfang der Weiterbildung beträgt die von den Krankenkassen (z.B. VDAK) geforderten 40 Unterrichtseinheiten, die an zwei Wochenenden mit ausreichendem Zeitabstand zur Selbsterfahrung durchgeführt werden.
Ablaufplan 1. Wochenende:
Samstag
09.00 - 13.00 Uhr Allgemeine Einführung
13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 – 19.00 Uhr Mentales Training und Kurzzeitentspannungstechniken
Sonntag
09.00 – 13.00 Uhr Instrumentelles Stressmanagement 1. Teil
13.00 - 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 – 17.15 Uhr Instrumentelles Stressmanagement 2.Teil
Ablaufplan 2. Wochenende:
Samstag
09.00 - 13.00 Uhr Kognitives Stressmanagement 1.Teil
13.00 - 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 – 19.00 Uhr Kognitives Stressmanagement 2 Teil
Sonntag
09.00 – 13.00 Uhr Palliativ-regeneratives Stressmanagement 1.Teil
13.00 - 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 – 17.15 Uhr Palliativ-regeneratives Stressmanagement 2.Teil
7. Literaturhinweise
- Eberspächer, H.: Ressource Ich. Hanser (München) 2002.
- Eiff, A.W. (Hrsg). Streß. Thieme (Stuttgart) 1980.
- Geue, B: Jeden Tag mit neuer Kraft. Atrioc (Bad Mergentheim) 2004
- Kaluza, G.: Stressbewältigung. Springer (Heidelberg) 2005
- Müller-Limmroth, W. Arbeit und Streß in Maß und Zahl. Gentner (Stuttgart) 1988
- Nitsch, J. R. (Hrsg.): Stress. Theorien, Untersuchungen, Maßnahmen. Huber (Bern) 1981.
- Schipperges, H., Vescovi, G., Geue, B., Schlemmer, J.. Regelkreise der Lebensführung. Deutscher Ärzte Verlag (Köln) 1988
- Wagner-Link, A.: Verhaltenstraining zur Stressbewältigung. Pfeiffer (Stuttgart), 2. Auflage 2001.



